Brücke kommt Dienstag

Beton für die Lavesbrücke in Uslar härtet schon

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Die Fundamente für die Lavesbrücke sind eingeschalt.

Uslar – Der Beton für die Fundamente ist gegossen: Er muss jetzt nur noch aushärten. Denn am Dienstag, 19. Mai, wird die Laves-Brücke in Uslar als Zugang zum Schlosspark vom Graftplatz her aufgebaut.

Ein großer Kran wird am Dienstagvormittag die neue Brücke aus Stahl vom Graftplatz aus an ihre Position hieven. Dafür werden Teile des Graftplatzes vom ehemaligen Krankenhaus her bis zum Alten Gericht gesperrt.

Bisher führte eine Holzbrücke über den Hof des früherer Gefängnisses zwischen ehemaligem Krankenhaus und dem früheren Gericht. Dieses Bauwerk war in die Jahre gekommen.

Für Uslars Bürgermeister Torsten Bauer ist es sehr erfreulich und vor allem wichtig, dass dort nun eine Brücke nach besonderem historischen Vorbild errichtet wird: Es ist ein Entwurf von Tim Grimme, K 17 Steingräber Architekten (Schoningen und Göttingen), als moderne Variante einer Laves-Brücke. Damit erinnert die Stadt an ihren berühmtesten Sohn: Georg Friedrich Laves. Der Uslarer war ab 1814 als Hofarchitekt in Hannover und später als Oberhofbaudirektor führend im Königreich Hannover tätig.

Die Brücke, die in Uslar zum Schlosspark eingesetzt wird, geht auf ein von Laves entworfenes Brückenmodell mit Linsenträger (später Fischbauchträger) zurück, dessen Erfindung Laves zugeschrieben wird.

„Eine freitragende Brücke mit historischem Bezug“, freut sich Uslars Bürgermeister. Die Stahlkonstruktion ist zudem eine langfristige Lösung, freut sich der Bürgermeister. Hinzu komme, dass der Innenhof unter der Laves-Brücke künftig frei und nutzbar in der Fläche bleibt.

Die überregionale Bedeutung der Laves-Brücke lässt sich nach den Worten des Uslarer Bürgermeisters daran erkennen, dass die Kulturstiftung des Landkreises Northeim das Projekt mit 50 000 Euro erheblich fördert. Hinzu komme eine ideelle Unterstützung durch die Laves-Stiftung aus Hannover.

Die Baukosten der neuen Brücke belaufen sich nach Angaben von Thomas Sattler vom Baumanagement der Stadtverwaltung auf 120 000 Euro. Die Arbeiten haben im April mit dem Abriss der alten Holzbrücke begonnen.  fsd

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