Diskussion auf der Ortsratssitzung

Bollenser kämpfen mit mehr Verkehr auf der Bundesstraße

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Ortsdurchfahrt Bollensen: Der Schwerlastverkehr hat zugenommen, es werden immer größere Lastwagen, hieß es in der Zuhörerschaft während der jüngsten Ortsratssitzung.

Bollensen. Immer mehr und immer größere Lastwagen auf der Bundesstraße 241 versetzen die Einwohner in Sorge. Der Schwerlastverkehr habe zugenommen, hieß es auf der Ortsratssitzung.

„Die Bundesstraße ist ein echtes Ärgernis“, sagte Ortsbürgermeister Stefan Riehm während der jüngsten Sitzung des Ortsrat Bollensen. Die 14 Zuhörer stimmten ihm vorbehaltlos zu.

Bollensen kämpft mit dem Verkehr und macht sich große Sorgen um die Verkehrssicherheit. Schwere Lkw fahren mit überhöhter Geschwindigkeit aus Richtung Gierswalde kommend in den Ort, schilderten auch die Einwohner in der Einwohnerfragestunde.

Geschwindigkeitsbegrenzung wurde abgelehnt

Dass es „nur“ 37 gemeldete Unfälle gegeben habe und nicht mehr passiert sei, sei reines Glück. Aber, so Riehm, „37 gemeldete Unfälle reichen der Genehmigungsbehörde nicht aus“ für eine Geschwindigkeitsbegrenzung vor dem Ortsschild.

Sorgen macht man sich zum Beispiel um die Schulkinder, die die Straße überqueren müssen, um zur Bushaltestelle zu kommen. Der Vorschlag einer Geschwindigkeitsbegrenzung vor dem Ortsschild sei abgelehnt worden, schilderte Riehm.

Tempo 30 für Lastwagen wird beantragt

Um dennoch etwas für die Sicherheit zu tun, beschloss der Ortsrat einstimmig, beim Landkreis Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt für Lkw zu beantragen. Zusätzlich soll ein Fußgängerüberweg mit einer Bedarfsampel in Höhe der Liethstraße die Querung der Bundesstraße für Kinder und andere Fußgänger sicherer machen. Hier gebe es fast täglich gefährliche Situationen.

In Zukunft rechnet man in Bollensen mit noch mehr Lkw-Verkehr, schilderte Riehm. Durch den Bau der neuen Bundesstrraße sei der Ort davon extrem betroffen. Riehm informierte über den Sachstand der Baustraßen und die anstehenden Sperrungen. Lediglich Landwirte, die zu ihren Feldern fahren müssen, seien davon nicht betroffen.

Schwere Lastwagen: Anwohner haben Bedenken

Er freue sich über die Einladung zu den zweiwöchigen Bausitzungen für die Baustelle der neuen B 241 und teilte mit, daran regelmäßig teilzunehmen. Der Ortsbürgermeister betonte, dass die für die Mehrbelastung ausgerüsteten Wege wie zum Beispiel die Güldenbergstraße im Anschluss an die Bauarbeiten wieder hergestellt würden. 

Dennoch gab es in den Zuschauerreihen Bedenken. So sei zum Beispiel das Abbiegen der schweren Laster auf die Bundesstraße hoch gefährlich. Für Verunsicherung sorgt auch, dass die schweren Baulastwagen zum Teil den Kirchweg nutzen werden. „Unsere Gläser springen schon jetzt im Schrank und gehen kaputt“, war aus den Zuschauerrängen zu hören.

Ortsbürgermeister Riehm informierte den Ortsrat und die Zuschauer über die höheren Verfügungsmittel. Zusammen mit Rücklagen stünden dem Ort für dieses Jahr 16.200 Euro zur Verfügung. Das höre sich zwar viel an, sei aber angesichts der damit zu bewältigenden Aufgaben knapp.

Einen großen Dank richtete der Ortsrat an die Bollenser Bürger, die sich aktiv an der Gestaltung des Dorfes beteiligen. Besonders bemerkenswert sei auch, wie man sich hier gegenseitig helfe. 

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