Bürgerinitiative: Neue Hürde für das zweite Windrad auf dem Lichtenberg

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Erneuern ihren Protest: Mitglieder der Bürgerinitiative Lebenswerte Lichtenberg-Dörfer wollen das zweite Windrad verhindern. Das Archivbild zeigt die Demo in der Uslarer Stadtverwaltung bei der Übergabe der Unterschriften gegen das Projekt.

Uslar. Die Bürgerinitiative Lebenswerte Lichtenberg-Dörfer erneuert ihre Kritik an der Haltung der Stadt Uslar zum geplanten Bau des zweiten Windrads auf dem Lichtenberg zwischen Verliehausen, Ahlbershausen und dem hessischen Arenborn.

Zusätzlich hat sie Anträge vorgelegt, damit die Stadt den Eintrag einer Baulast auf ihren Grundstücken neben dem Windrad-Areal ablehne und damit das Projekt verhindere.

Die Bürgerinitiative hat das zum einen in schriftlicher Form an die Stadt geschickt, zum anderen am Dienstagabend im Uslarer Bau-, Brandschutz- und Betriebsausschuss in der Einwohnerfragestunde durch Günter Schnitzler (Ahlbershausen) als einen ihrer Sprecher verkündet. Die Kritik der Bürgerinitiative richtet sich vor allem daran aus, dass die Stadt Uslar ihre Einspruchsfrist in der Windrad-Geschichte gegenüber dem Landkreis Northeim als Genehmigungsbehörde nicht eingehalten und damit das Einvernehmen mit dem Projekt erteilt habe. Danach erst habe der Verwaltungsausschuss einstimmig beschlossen, dass die Stadt das Projekt ablehne.

Anträge aus zwei Dörfern

Entscheidend ist laut Bürgerinitiative, „ob aus der von Bürgermeister Bauer angesprochenen vollinhaltlichen aber unverbindlichen Berücksichtigung dieser Ablehnung des Windradbaues eine tatsächliche Verhinderung des Windradbaues auf dem Lichtenberg wird.“ Die Bürgerinitiative verweist nun mit zwei Anträgen vielmehr auf die Möglichkeit, das zweite Windrad mit der Ablehnung des Baulast-Eintrags zu verhindern.

Grundstücke der Stadt

In den Anträgen fordern Mathias Figge als stellvertretender Ortsbürgermeister Verliehausens für den Ortsrat Verliehausen und Bernd Schmiedel, Ortsbeauftragter in Ahlbershausen, die Stadt Uslar auf, die Zeichnung von Baulasten für die stadteigenen Grundstücke in unmittelbarer Nähe des geplanten Windrades durch Beschlüsse der zuständigen Gremien abzulehnen.

Dies wäre eine rechtskonforme, unanfechtbare und in ihrer Auswirkung für den Landkreis als Genehmigungsbehörde verbindliche Entscheidung, heißt es.

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