Eigenleistung des Fördervereins

Dach auf dem Gierswalder Spritzenhaus bald wieder dicht

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Dach wird neu gedeckt: Mit fachkundiger Unterstützung eines Dachdeckers tauschte der Bautrupp des Fördervereins eigenhändig die alten gegen neue Dachziegel aus. Fotos: privat/nh

Gierswalde. Die Arbeiten am alten Spritzenhaus in Gierswalde kommen voran: Nachdem der Förderverein im vergangenen Jahr die hölzerne Verkleidung des Schlauchturms erneuert hat, ist in diesem Sommer das Dach an der Reihe.

„Einige Sparren mussten ersetzt werden. Tragende Balken, die den Schlauchturm trugen, wurden neu eingezogen“, berichtet Herbert Weber vom Förderverein Gierswalder Spritzenhaus, der bereits seit 2008 das Ziel verfolgt, das historische Gebäude in seiner äußeren Form zu erhalten.

In den vergangenen Wochen wurde das Dach komplett mit neuen Dachlatten versehen sowie mit gebrauchten und neuen Ziegeln eingedeckt. Zum Bautrupp gehören Herbert Weber, Manfred Grützner, Andre Görnhardt, Stefan Kreike, Martin Grüttner und Dirk Flucke. „Als der Wettergott uns Gewitterwolken rüberschob und das Dach zur Hälfte offen war, sprangen Raphaele Görnhardt und Gabriele Grützner ein und gaben uns Dachpfannen an“, erinnert sich Herbert Weber. Außerdem hielten einige Frauen die Arbeiter mit Verpflegung bei Laune.

Inzwischen ist das Dach bis auf Restarbeiten fertig. Das Buswartehäuschen hat aus Fachwerk mit rotem Klinker ausgemauerte neue Seitenwände bekommen. Die Rückwand ist neu verputzt und wartet auf den Anstrich.

Viel Unterstützung

Obwohl es in den vergangenen Jahren immer wieder auch kritische Stimmen gab, wird das Projekt des Fördervereins von vielen Gierswaldern unterstützt. Bei einer Haussammlung seien im vergangenen Jahr 1000 Euro zusammengekommen, freut sich Kassenwart Weber. Außerdem wuchs die Zahl der Mitglieder innerhalb eines Jahres um 16 auf aktuell 24.

Historisches Gebäude: So sah das alte Spritzenhaus vor Kurzem noch aus. Inzwischen ist das neue Dach bis auf Restarbeiten fertig.

Ohne die vielen Spenden der Mitglieder und aus der Dorfbevölkerung könnte das Vorhaben nicht realisiert werden, so Weber. 2500 Euro Materialkosten fielen allein für die Dachsanierung an. Finanzielle Hilfe kam von der Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim, die 1000 Euro zur Verfügung stellte. Nach und nach will der 2016 neu gewählte Vorstand des Fördervereins, zu dem neben dem Vorsitzenden Fritz-Ulrich Siebrecht, Stellvertreter Manfred Grützner, Kassenwart Herbert Weber und Schriftführer Stefan Kreike gehören, das Projekt vorantreiben.

Ziel ist es, in dem Gebäude bis 2027 eine Heimaststube als Ortsarchiv mit Museumscharakter einzurichten.

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