Lagebricht 2020

Deutlich weniger Unfälle im Bereich des Polizeikommissariats Uslar

Goseplack, Unfall auf der Bundesstraße 241, Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr, 13. Mai 2020
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Dieser Unfall am 13. Mai 2020 auf der Bundesstraße 241 bei Goseplack fordert den Einsatz von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr.

Weniger Unfälle in 2020 meldet die Polizei in Uslar.

Uslar – Die Zahl der Verkehrsunfälle auf den Straßen im Raum Uslar-Bodenfede ist im Coronajahr 2020 deutlich zurückgegangen. Dies meldet das Polizeikommissariat Uslar im neuen Verkehrslagebericht. Nach 408 Unfällen in 2019 wurden der Polizei im vergangenen Jahr nur 323 Unfälle gemeldet.

Dies sei der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre, so die Polizei. Eventuell habe dabei Corona durch Homeoffice, Geschäftsschießungen und die Absage zahlreicher Veranstaltungen Spuren hinterlassen. Denn der Rückgang ist nicht nur im Solling, sondern im gesamten Landkreis zu beobachten. Auch die Zahl der Verletzten ist zurückgegangen. Statt 70 Menschen in 2019 wurden im vergangenen Jahr 53 verletzt.

Noch deutlicher ist der Unterschied bei den Schwerverletzten. Nach 22 Schwerverletzten in 2019 zählte die Polizei zuletzt neun Schwerverletzte. Hintergrund: Als schwer verletzt gelten Verunglückte, wenn durch einen Unfall eine ärztliche Behandlung oder ein Krankenhausaufenthalt von mehr als 24 Stunden erforderlich ist. Positiv auch: Bereits seit 2015 ist kein Mensch durch einen Verkehrsunfall gestorben.

Nahezu unverändert ist die Statistik in Sachen Alkohol. In 17 Fällen (2019: 18) stellte die Polizei bei Verkehrskontrollen fest, dass Fahrer oder Fahrerinnen unter Alkoholeinfluss standen. In keinem Fall (2019: 3) wurde der Alkoholeinfluss als Unfallursache festgestellt.

Nur auf den ersten Blick konsumierten Fahrer häufiger illegale Drogen. 23 Fälle (2019: 8) registrierten Beamte bei Kontrollen. Das ist fast identisch mit dem Niveau von 2018 (22). Bei zwei Unfällen wurde Drogeneinfluss als Ursache festgestellt.

Ein Dauerthema bleiben Unfallfluchten: 60 Unfallverursacher verschwanden im vergangenen Jahr (2019:75) ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. 28 Unfallflüchtige seien im Nachhinein ermittelt worden, berichtet die Polizei, die damit erfolgreicher war als im Jahr zuvor, als von 75 Fällen nur 25 aufgeklärt werden konnten. Gerade in diesem Bereich sei man auf Hinweise von Zeugen angewiesen, betont die Uslarer Polizei.

Leicht gesunken ist mit 84 die Zahl der Wildunfälle (2019: 96). In 47 Fällen waren Rehe beteiligt, gefolgt von Wildschweinen (17), Füchsen (8), Waschbären (5) und Dachsen (2) sowie unbekannten Tieren (5). Schwerpunkte in Sachen Wildunfälle sind die Kreisstraße zwischen Bodenfelde und Wiensen (13) sowie die Bundesstraße zwischen Schönhagen und Ahlequelle (13). Nicht enthalten sind in der Uslarer Statistik dabei die Zahlen für den Abschnitt zwischen Ahlequelle und Neuhaus, weil dort die Polizei Holzminden zuständig ist.

Weil überhöhtes Tempo, Ablenkung und Fahren ohne Gurt besonders gefährlich sind, legt die Polizei bei Kontrollen auf diese Punkte ein besonderes Augenmerk. Deutlich seltener wurden im vergangenen Jahr Temposünder registriert. 809 Geschwindigkeitsüberschreitungen, wurden festgestellt, in 2019 waren es 2107. Nahezu unverändert waren die Handy-Verstöße mit 242 statt 239 in 2019. Den Gurt hatten 155 Menschen nicht angelegt (2019: 239). Kornelia Schmidt-Hagemeyer

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