„Jacke wie Hose“

Diakonieladen in Uslar hat einen neuen Standort 

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Gut sortiert: Kinderspielzeug und Bekleidung gehört zu den Schwerpunkten des Angebots.

Uslar. Darauf haben viele gewartet. Der Diakonieladen „Jacke wie Hose“ in Uslar ist umgezogen und nun wieder für die Kunden geöffnet. Im ehemaligen Geschäft Eisenvogel in der Kurzen Straße gibt es von Babykleidung bis Porzellan alles, was ein Haushalt braucht.

Kaum sind Menschen im Laden zu sehen, stehen auch schon potenzielle Kunden vor der Tür. „Wir haben noch nicht geöffnet“, ruft Ute Liebig vom Jacke-wie-Hose-Team nach draußen. In den vergangenen Wochen war das häufig der Fall. Ab sofort ist es anders. In den neuen Räumen im ehemaligen Stadtgeschäft Eisenvogel an der Kurzen Straße ist der Diakonieladen der evangelischen St.-Johannis-Gemeinde wieder geöffnet.

Diakonieladen beschreibt allerdings nicht ganz, was in dem großen Geschäft zu sehen ist und was über die letzten Monate harte Arbeit erforderte. Das in den Auslagen präsentierte Warenangebot von der Babykleidung über Schuhe und Hochzeitsmode über Haushaltswaren bis zur Wohnzimmereinrichtung und entspricht mehr dem eines Kaufhauses.

Ausschlaggebend für den Wunsch, nach zehn Jahren im ehemaligen Spar-Schulze-Geschäft an der Kurzen Straße 11 auszuziehen, waren die dort begrenzten Möglichkeiten. Als das Ehepaar Heese als neue Besitzer des Hauses Eisenvogel an der Kurzen Straße 8 dem Team das große Ladenlokal auf drei Ebenen anbot, war die Freude groß. Der Vorstand der Kirchengemeinde stimmte zu und so begann man bereits 2019 mit den Planungen, um im Februar/März dieses Jahres umzuziehen und die neuen Räume dann spätestens im Mai eröffnen zu können. Die Corona-Pandemie machte dem ehrenamtlichen Team allerdings einen Strich durch die Rechnung.

Der Umzug fand in Etappen und teilweise mit dem Bollerwagen statt. Es sei ihr ein Rätsel, wie die Frauen es geschafft hätten, alles in den neuen Laden zu transportieren, sagte Pastorin Astrid Jasper anerkennend, das sei harte Arbeit gewesen, die zudem nur in kleinen Teams stattfinden konnte.

Seit März wurden Regale abgebaut, Garderobe und andere Sachen entweder in Kartons gepackt oder auf fahrbaren Kleiderständern gelagert. Anfang Mai konnten die Regale im neuen Laden aufgebaut und die gepackten Kisten umgelagert werden. Zuletzt wurde noch die Beleuchtung erneuert und auf energiesparende LED-Lampen umgestellt.

Für Auf- und Abbau standen dem Team fachkundige Handwerker zur Seite. Die Räumung des alten Ladens, der gesamte Umzug, die Planung des neuen Ladens, das Einräumen und Sortieren wurde in hunderten von Arbeitsstunden vor allem vom kleinen Kernteam geleistet.

„Wir waren zeitweise von morgens bis spätabends hier, um alles einzurichten, um- und einzuräumen“, sagt Brigitte Samoski vom Leitungsteam. Auch Ehemänner und Familienangehörige hätten geholfen. Da viele Helferinnen vom Alter her zur Corona-Risikogruppe gehören, habe man besonderen Wert auf die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln gelegt. Jetzt ist es geschafft und die Freude könnte nicht größer sein. 

Die Erfolgsgeschichte von "Jacke wie Hose"

Seit der Gründung 2007 hat sich der Diakonieladen „Jacke wie Hose“ zu einer festen Größe in Uslar und Umgebung etabliert. Angeboten werden Bekleidung für alle Altersklassen, Brautmoden, Haushaltsartikel und Möbel. Aus den Erlösen wurden Projekte wie „Jeder isst mit“ des Forums Kinderarmut ebenso finanziert werden wie andere soziale Projekte, die insbesondere der Entwicklung und Bildung von Kindern dienen. Maßgeblich für den Erfolg steht das ehrenamtliche Team von 40 Mitarbeiterinnen. Statt sich wie andere Sozialläden in einem Hinterhof zu verstecken, präsentiert sich „Jacke wie Hose“ in Uslar dem Publikum in bester Lage und mit stets schön dekorierten Schaufenstern.

Der Diakonieladen an der Kurzen Straße 8 ist von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Im Eingangsbereich befinden sich Desinfektionsmittel sowie Körbe. Aktuell muss jeder Kunde Mundschutz tragen und einen Korb nehmen, wenn er den Laden betritt. Die Anzahl der Kunden, die sich gleichzeitig im Laden befinden dürfen, ist auf 15 beschränkt. zyp

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