Aufnahme ins Aktionsprogramm

Naturparke schließen sich im Solling dem Niedersächsischen Weg an

Minister spendiert Feldahorn für den Wald: Stellvertretend für die 14 Naturparke in Niedersachsen übergab Umweltminister Olaf Lies (rechts) auf dem Parkplatz am Wildpark in Neuhaus ein Bäumchen an die Sprecherin der niedersächsischen Parke, Doreen Juffa (links). Mit dabei waren Vertreter aus Landwirtschaft und Naturschutz. Grund für die Baumspende ist das 75-jährige Bestehen des Landes. Bei 75 Terminen solle jeweils ein klimaresilienter Baum als Zeichen für den Klimaschutz gepflanzt werden, sagt Lies bei der Übergabe.
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Minister spendiert Feldahorn für den Wald: Stellvertretend für die 14 Naturparke in Niedersachsen übergab Umweltminister Olaf Lies (rechts) auf dem Parkplatz am Wildpark in Neuhaus ein Bäumchen an die Sprecherin der niedersächsischen Parke, Doreen Juffa (links). Mit dabei waren Vertreter aus Landwirtschaft und Naturschutz. Grund für die Baumspende ist das 75-jährige Bestehen des Landes. Bei 75 Terminen solle jeweils ein klimaresilienter Baum als Zeichen für den Klimaschutz gepflanzt werden, sagt Lies bei der Übergabe.

Auf dem Niedersächsischen Weg sind jetzt auch die 14 Naturparke des Landes unterwegs.

Neuhaus – Die Naturparke im Land wollen den „Niedersächsischen Weg“ mitgehen. Das haben sie durch ein Positionspapier deutlich gemacht, das Doreen Juffa als Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Parke am Montag bei einem Treffen am Wildpark in Neuhaus an Forstministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) und Umweltminister Olaf Lies (SPD) übergab.

Hintergrund ist, dass die Arbeitsgemeinschaft festgestellt hat, dass das Aktionsprogramm „Niedersächsischer Weg“ für mehr Natur-, Arten- und Gewässerschutz zwar viele Partner hat, die Naturparke mit ihren guten Strukturen aber noch fehlen. Inhaltlich mache die tägliche Arbeit der Naturparke genau das aus, was der „Niedersächsische Weg“ beschreibe, sagte Juffa im Beisein der Landespolitiker sowie mehrerer Naturpark-Geschäftsführerund Vertretern aus Landwirtschaft und Naturschutz. „Wir kennen uns gut damit aus“, sagte Juffa selbstbewusst. Auch wenn es um die Koordinierung verschiedener Interessengruppen gehe.

Die Naturparke setzen sich seit Jahren auf knapp einem Viertel der Landesfläche für Artenvielfalt, Umweltbildung und ein konstruktives Miteinander von Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus ein. Deshalb sei es gut, dass die Naturparke mit dabei sind, um das Vorhaben für mehr Klima- und Umweltschutz kompetent mit voranzubringen. Gleichzeitig machte die AG-Sprecherin deutlich, dass die Naturparke neben der bis Ende 2024 zugesagten jährlichen 100 000 Euro-Förderung pro Park durch das Land weiterhin eine finanzielle Perspektive benötigen, auch um Fachpersonal auf dem Weg der Umsetzung der Ziele halten zu können.

Umweltminister Lies findet die Mitarbeit der Naturparke beim „Niedersächsischen Weg“ gut. Die Mitarbeit der Parke und im Gegenzug die Förderzusage des Landes seien eine gute Basis für die Umsetzung der gemeinsamen Ziele, das „spiele eine wichtige Rolle“, betonte Lies in Neuhaus. Er wolle sich deshalb auch weiter für eine finanzielle Förderung als „konsequenten Absicherung der Naturparke“ und speziell für die Aufhebung der bisherigen Befristung einsetzen.

Die Naturparke stehen laut Sprecherin Juffa hinter dem Einsatz für mehr Biodiversität und Insektenschutz und gleichzeitig mehr ökologische Beratung für die Landwirtschaft. Das sei auch die Kernbotschaft des Positionspapiers.

Die größten Unterstützungsmöglichkeiten sehe man im Bereich der Beratung der Landwirte, der Schaffung von Biotopverbünden und bei der Stärkung des Aktionsprogramms Insektenvielfalt.

Laut Ministerin Otte-Kinast haben die Naturparke erkannt, dass die Landwirtschaft beim Naturschutz nicht Teil des Problems, sondern der Lösung ist. (Jürgen Dumnitz)

Positionspapier in den Händen: Landwirtschafts- und Forstministerin Barbara Otte-Kinast (von links) mit Doreen Juffa und Olaf Lies.

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