1. Startseite
  2. Lokales
  3. Uslar / Solling
  4. Uslar

Baustelle Brauerei Bergbräu: Die neuen Tanks stehen

Erstellt:

Von: Frank Schneider

Kommentare

Die Malztanks der neuen Produktionsstätte der Uslarer Brauerei Bergbräu stehen schon. Darin ist Platz für 54 Tonnen Braugerste. Mit dem Autokran werden Gär- und Lagertanks im Inneren aufgerichtet.
Die Malztanks der neuen Produktionsstätte der Uslarer Brauerei Bergbräu in Uslar stehen schon. Darin ist Platz für 54 Tonnen Braugerste. Mit dem Autokran werden Gär- und Lagertanks im Inneren aufgerichtet. © Frank Schneider

Uslar – Auf der Baustelle der Uslarer Brauerei Bergbräu war diese Woche von Weitem zu sehen, dass sich was tut: Der Ausleger eines Autokrans ragte über der Vollguthalle an der Brauerei-Haffner-Straße in den Himmel. Mit seiner Hilfe wurden neue Tanks in der Halle aufgerichtet.

Damit geht die Modernisierung der Brauerei weiter voran und liegt komplett im Zeitplan, freut sich Bergbräu-Geschäftsführer Jörg Tietz. Anfang des Jahres haben die Bauarbeiten begonnen, in der Palettenhalle der seit 1993 bestehenden Betriebsgebäude oberhalb der Rosenstraße am Rande des Industriegebiets eine neue Produktionsstätte zu errichten.

Grund: Die alte Anlage in den Gebäuden an der Rosenstraße ist dermaßen in die Jahre gekommen, dass die erhebliche Leitungs-, Zeit und Energieverluste nicht mehr tragbar sind, erläutert die Brauerei für alle Interessierten auf ihrer Internetseite in ihrem „B(r)auerei-Tagebuch“.

Für den Neubau der Produktionsstätte sind zwei Millionen Euro kalkuliert. Dafür gibt es eine Bürgschaft vom Land. Nach der räumlichen Abtrennung für die neue Produktionsstätte und den Fundamentarbeiten ist inzwischen die Schroterei in einem Extra-Raum errichtet worden. Dort wird später die Gerste für den Brauprozess geschrotet.

Auch die Elektroarbeiten sind auf dem aktuellen Stand. Diese Wochen werden die Tanks aufgestellt. Zuerst wurden die beiden Malzsilos direkt neben der Halle aufgebaut. Sie fassen zusammen 54 Tonnen Braugerste. In der Halle stehen inzwischen zwei Gär- und Lagertanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils 120 Hektoliter. Der dritte soll am heutigen Donnerstag angeliefert und aufgestellt werden.

Die Lager- und Gärtanks werden einzeln liegend in die Halle hineingeschoben und mithilfe des Autokrans aufgerichtet. Geschäftsführer Tietz lobte alle Beteiligten für ihre präzise Arbeit, speziell den Kranführer.

Zudem dankt er allen Nachbarn für das Verständnis für das erhöhte Verkehrsaufkommen und den Baustellen-Lärm rund um die Brauerei-Baustelle. Er rührt zudem weiterhin die Werbetrommel für die Genussscheinaktion der Brauerei, die den Erhalt der regionalen Bier-Produktion unterstützt.

Auf dem Bauplan steht als Nächstes die Installation des Sudhauses, das von der Sudhausbau GmbH aus Schwarzenbek passgenau mit allen Komponenten inklusive Filtration erstellt wird. Termin für den Aufbau ist in zwei Wochen. Derzeit sind Mitarbeiter einer slowakischen Fachfirma dabei, alles, was fertig ist, zu verrohren.

Das Institut Romeis (Bad Kissingen), das den Übernahmeprozess der Produktion vom alten ins neue Sudhaus begleitet, ist derzeit vor Ort. Insgesamt steht auf dem ehrgeizigen Zeitplan des Geschäftsführers, die Erstproduktion und Inbetriebnahme des neuen Brauhauses für Ende Mai zu terminieren. Er spricht von einer neuen Ära und einer neuen Generation der Brauerei Bergbräu. Internet: Bergbraeu.de. (Frank Schneider)

Schroterei: Weil das Schroten von Braugerste laut und staubig ist, wurde für die Abteilung eine eigene Räumlichkeit gebaut. Im Bild Uslars Bergbräu-Geschäftsführer Jörg Tietz.
Schroterei: Weil das Schroten von Braugerste laut und staubig ist, wurde für die Abteilung eine eigene Räumlichkeit gebaut. Im Bild Uslars Bergbräu-Geschäftsführer Jörg Tietz. © Frank Schneider

Auch interessant

Kommentare