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Uslarer Kindertagesstätten: Drei Umbauten, ein Neubau

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Von: Frank Schneider

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Der Schulkindergarten an der Grundschule Uslar wird in der Übergangszeit für Kita-Erweiterungen und für den Neubau in Uslar für eine Kindergartengruppe bereitgestellt, die die Awo-Kita Uslar betreut.
Der Schulkindergarten an der Grundschule Uslar wird in der Übergangszeit für Kita-Erweiterungen und für den Neubau in Uslar für eine Kindergartengruppe bereitgestellt, die die Awo-Kita Uslar betreut. © Frank Schneider

Einen Überblick über die Baumaßnahmen im Bereich Kindertagesstätten legte Dirk Rackwitz von der Kultusabteilung dem Uslarer Bildungsausschuss vor.

Uslar – Dabei geht es um die Erweiterung der Kindertagesstätten der Awo und der evangelischen Kirche in Uslar sowie des DRK in Volpriehausen sowie den Neubau in Uslar, der an der Jahnstraße geplant wird. Außerdem berichtete Rackwitz über die Übergangsgruppe, die befristet eingerichtet werden, um alle Kinder bis zum Abschluss der Erweiterungsbauten und des Neubaus unterzubringen. Dafür richtet die Awo eine Kindergartengruppe im Schulkindergarten der Grundschule Uslar ein. Außerdem werden Krippengruppen als Übergangsgruppen in Moduleinheiten auf dem Gelände der DRK-Kordes-Kindertagesstätte in Uslar an der Siemensstraße eingerichtet.

Awo-Kita Uslar

In der Awo-Kita Uslar werden Werkstatt und die Kleingruppe erweitert. Dadurch entsteht zusätzlicher Spiel-, Bastel- und Lagerraum. Turnhalle und Mitarbeiterraum werden bis auf die Höhe des jetzigen Krippenschlafraums vergrößert. Dadurch entsteht vor allem mehr Platz im Besprechungsraum, in dem auf diese Weise ein Sozialbereich eingerichtet werden kann. Hinzu kommt eine Herren-WC-Anlage.

Die konkrete Planung soll Ende des zweiten, Anfang des dritten Quartals 2022 passieren. Danach wird die Kostenkalkulation vorgelegt.

Kita Volpriehausen

Die DRK-Kita Volpriehausen wird um eine vierte Gruppe erweitert. Vorgesehen sind eine Vergrößerung des Speisenraums im Erdgeschoss, eine Verlagerung des Büros im Erdgeschoss und eine Verlagerung und Vergrößerung des Personalraums im Obergeschoss. Eine erste Kostenschätzung des Architekturbüros Strupeit beläuft sich auf 753 500 Euro, plus geschätzte 25 000 Euro für Einrichtung, Gebühren und Ähnliches. Eine Inbetriebnahme ist zum 1. Oktober 2023 beziehungsweise 1. Februar 2024 geplant. Als Baukosten sind 720 000 Euro veranschlagt.

Ev. Kita Uslar

Die Baumaßnahmen zur Erweiterung der evangelischen Kita Uslar sind soweit fortgeschritten, dass mit einer Fertigstellung in diesem Jahr zu rechnen ist. Die Kostenschätzung für die Baumaßnahme liegt zurzeit bei 629 000 Euro. Der von der Stadt Uslar zu tragenden Anteil beträgt zurzeit 538 116,75 Euro. Im Erweiterungsbau werden neue Räumlichkeiten für die Mitarbeiter (Mitarbeiterraum, Leitungsbüro und ein Behinderten-WC) geschaffen. Für die bisher dafür genutzten Räumlichkeiten wird ein Multifunktionsraum geschaffen, der auch als Therapieraum genutzt werden kann. Außerdem entstehen acht neue Parkplätze auf dem Kita-Gelände.

Neue Kita in Uslar

Die Stadt prüfe gerade die nach europaweiter Ausschreibung eingegangenen Angebote von vier Bewerbern. Zwei davon sind bundesweit aktive Träger.

Das für den Bau der neuen Kita und der Außenstelle des Pädagogisch-Therapeutischen Förderzentrums (PTZ) der Lebenshilfe Einbeck in Uslar notwendige Gelände werde von den jeweiligen Trägern erworben, heißt es. Die Eigentümerin des Geländes habe noch einmal versichert, dass das Grundstück für den Bau der beiden Einrichtungen zur Verfügung stehe und sie mit dem Pächter eine einvernehmliche Lösung gefunden habe.

Zurzeit wird der Bebauungsplan aufgestellt. Eine mögliche Inbetriebnahme der neuen Kita ist laut Stadtverwaltung wünschenswert zum 1. August 2024. Die voraussichtlichen Kosten werden zurzeit auf 4 bis 4,5 Millionen Euro geschätzt. Es bleibe aber das Ende des Ausschreibungsverfahrens abzuwarten. 

Die Investitionen

Für die Kindertagesstätten im Gebiet der Stadt Uslar ist im Entwurf für den Haushalt 2022 während der öffentlichen Sitzung des Bildungsausschusses im Rathaussaal ein Investitionsbedarf von 1,153 Millionen Euro empfohlen worden. Die Abstimmung war einstimmig – bei einer Enthaltung.

Die Zahlen aus dem Teilhaushalt Kindergärten stellte Dirk Rackwitz vom Kultus-amt vor. Die acht Kindertagesstätten (Kindergarten Albert-Schweitzer-Familienwerk), Awo-Kita Uslar DRK-Kordes-Kita Uslar, DRK-Kita Volpriehausen sowie die evangelischen Kindertagesstätten Schönhagen, Schoningen, Uslar sowie Heisebeck, mit der ein Kooperationsvertrag besteht, bieten 90 Krippenplätze und 342 Kindergarten-Plätze.

Für den laufenden Betrieb sind für 2022 als Defizitzuschüsse 2,5 Millionen Euro eingeplant, 45 000 Euro für Unterhaltung und laufende Anschaffungen sowie 10 000 Euro für das Außenspielgelände der Awo-Kita in Uslar.

An Investitionen sind für dieses Jahr vorgesehen 30 000 Euro für Anschaffungen an fremde Träger ohne Eigentumsübergang, 10 000 Euro für das Außenspielgelände der Awo-Kita Uslar, 15 000 Euro für den Bau einer Abtrennung der Turnhalle der Awo-Kita, 3000 Euro für ein Sonnensegel für die Awo-Kita Uslar, 30 000 Euro Planungskosten für die Erweiterung der DRK-Kita Volpriehausen, 10 000 Euro Planungskosten für den Umbau der Awo-Kita Uslar, für den 100 000 Euro vorgesehen sind, eine Millionen Euro für den Neubau einer Kita in Uslar und 2500 Euro für höhere Materialkosten bei der Anschaffung der Regalwand in der Awo-Kita Uslar. (fsd)

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