Mehr Mobilität ist das Ziel

DRK-Ortsverein plant Bürgerbus für Uslar und die Dörfer

Uslar. Das DRK in Uslar hat nach vielen Überlegungen entschieden: Der Ortsverein will einen Bürgerbus anschaffen. Das berichtet die Vorsitzende Renate Andermann.

Die Uslarer folgen damit Initiativen wie in Bodenfelde und Oberweser/Wahlsburg, wo man schon länger über Bürgerbusse verfügt. Dort melden sich die Bürger, die nicht mobil sind, sprich kein Auto besitzen und wo der öffentliche Personennachverkehr wie vielerorts auf dem Land schon lange nicht mehr ausreicht, und ein Kleinbus bringt die Menschen, damit sie einkaufen, zum Arzt kommen oder kulturelle Veranstaltungen besuchen können.

Immer mehr Menschen sind nicht mehr mobil, berichtet Renate Andermann. Vorwiegend betroffen sind ältere Menschen. Es gibt aber auch jüngere, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr zu bestimmten Orten kommen, berichtet die Uslarer DRK-Vorsitzende. Es betrifft Bürger aus den Dörfern, aber auch aus Kernstadt-Wohngebieten wie Eichhagen, Rotenberg und Oberhütte.

Renate Andermann

Vermehrt festgestellt hat das DRK das Mobilitätsdefizit dadurch, dass zum Beispiel Personen gefragt wurden, warum sie denn an bestimmten Veranstaltungen nicht teilgenommen haben und die Antwort lautete: Wir hätten gern teilgenommen, hatten aber keine Gelegenheit, dorthin zu kommen. Das ist nach Angaben von Renate Andermann erst recht an Wochenenden festzustellen, weil dann noch weniger öffentlicher Personennahverkehr angeboten werde. Das DRK hat inzwischen Kontakt aufgenommen mit der Initiative Bürgerbus Bodenfelde, die von einer guten Resonanz auf ihr Angebot berichtet und das DRK für das Bürgerbus-Projekt in Uslar bestärkt. Die Stadt hat laut Bürgermeister Torsten Bauer Unterstützung zugesagt. Auch das Autohaus Siebrecht hat zugesagt, das Projekt zu unterstützen, heißt es.

Wichtig ist in erster Linie, mit dem Bürgerbus für Uslar Mobilität zu schaffen, zum Beispiel fürs Einkaufen, zum Besuch des Wochenmarkts, von Banken, beim Friseur, zu kulturellen Veranstaltungen, zum Besuch von Patienten im Reha-Zentrum Lippoldsberg und auch in solchen Fällen, wenn Kinder in die Kindertagesstätte gebracht werden müssen, weil jemand ausgefallen ist.

Wichtig ist den Initiatoren, dass mit dem Bürgerbus keine Konkurrenz zu Taxi- und Mietwagen-Firmen entstehe.

Das DRK Uslar ist für das Projekt auf jede Menge Unterstützung angewiesen und bietet Werbeflächen auf dem Bürgerbus an und wirbt um ehrenamtliche Mithilfe. Ziel ist für Renate Andermann, „mit dem Bürgerbus unsere Stadt und das Umfeld mobiler und lebenswerter zu gestalten“. Ein Anschreiben an örtliche Firmen befinde sich in Arbeit, ein Fahrzeug sei bereits ausgeguckt. Das Finanzierungsmodel wird derzeit erarbeitet und öffentliche Förderungen geprüft.

Ansprechpartnerin für das Projekt Bürgerbus für Uslar ist Renate Andermann vom DRK-Ortsverein, Telefon 05571-913611.

Rubriklistenbild: © Foto: dpa

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