Sturmschäden an der Oberleitung

EAM verlegt Stromkabel Uslar-Bodenfelde ins Erdreich

Uslar / Bodenfelde.  Die EAM hat eine Stromtrasse zwischen Bodenfelde und Uslar unter die Erde verlegt.

Im Bereich des Dicken Steins am Buchenberg hatte im Frühjahr das Sturmtief Friederike auch großen Schaden an einer Stromleitung der EAM mit ihrem Netzbetreiber Energie-Netz-Mitte angerichtet. Durch umgefallene Bäume wurden die Oberleitungen und auch etliche Masten so stark beschädigt, dass der Strom sofort abgeschaltet werden musste. Sie ist jetzt unterirdisch verlegt worden.

Zur Aufrechterhaltung der Stromversorgung für einen Masten eines Internetanbieters und für den Digitalfunk von Feuerwehr und Rettungskräften im Uslarer Land an einem weiteren Masten wurde damals sofort ein mobiles Diesel-Stromaggregat am Dicken Stein aufgestellt.

EAM-Mitarbeiter Christian Keese kümmerte sich darum, dass es rund um die Uhr lief. Die Stromversorgung von Bodenfelde sei durch die Störung jedoch nicht in Gefahr gewesen, sagte Axel Fette, Leiter der EAM-Netzregion Göttingen, bei einem Ortstermin im Wald. Insgesamt gebe es drei Stromnetze zwischen dem EAM-Umspannwerk Uslar über den Buchenberg bis in die Schaltstation in der Weser-Gemeinde. Dadurch sei eine Stromversorgung auch bei Störungen sichergestellt.

Fundamente entfernt

Nachdem die Niedersächsischen Landesforsten die umgestürzten Bäume entlang des Schotterweges von Warneckenfeld bis zum Kreuzungspunkt Dicker Stein an der Eberhard-Rüschel-Hütte beseitigt hatte, begannen die Aufräumarbeiten des von der EAM beauftragten Unternehmens. Die teils zerstörte 20 000-Volt-Mittelspannungsfreileitung wurde abgebaut, zudem die Holzmasten einschließlich der Betonfundamente von mehreren Stahlmasten restlos entfernt. „Die EAM hat die Stromtrasse jetzt sturmfest gemacht“, freute sich EAM-Projektleiter Klaus Adam.

Auf 3,5 Kilometer Länge wurde ein Erdkabel verlegt und unweit der Rüschel-Schutzhütte eine Trafostation aufgestellt. Durch die Verlegung der 20 000 Volt-Erdkabelleitung gebe es jetzt eine höhere Netzsicherheit, heißt es von den EAM-Mitarbeitern.

Stromversorgung sicherer

300 000 Euro hat der Energieversorger EAM (Kassel) für das Projekt investiert. In Betrieb ging der Kabelabschnitt bereits im Sommer. Beim Ortstermin mit den EAM-Mitarbeitern freute sich jetzt Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski über die Arbeit der EAM. Dadurch sei die Stromversorgung in seinem Gemeindegebiet verlässlicher sichergestellt.

Laut Axel Fette ist gut ein Drittel der beiden anderen Stromleitungen zwischen Uslar und Bodenfelde in der Erde verlegt. Zwei Drittel der Netze würden als Oberleitung betrieben. Der Energieversorger habe bei der Unterhaltung stets auch die Kosten im Blick. Und wenn es sich rechne, würden nach und nach auch weitere Oberleitungen in die Erde verlegt, weil da die Unterhaltungskosten langfristig niedriger seien. Erdkabel seien zudem weniger störungsanfällig, hieß es. Allerdings sei für die nächsten Jahre keine Neuverlegung von Kabeln am Buchenberg vorgesehen.

Fette lobte die Zusammenarbeit unter anderem mit dem Forstamt Neuhaus. Dadurch sei eine zügige Verlegung der Leitung umgesetzt worden.

Von Jürgen Dumnitz

Rubriklistenbild: © Foto: Jürgen Dumnitz

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