Beteiligung ist möglich

Eckernförder Unternehmen plant fünftes Windrad auf dem Sömmerling

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Auf diesem Feld könnte bald ein Windrad stehen: Im Wirtschafts-, Umwelt und Entwicklungsausschuss wurde am Donnerstag ein Plan für eine neue 200 Meter hohe Windkraftanlage in östlicher Richtung unterhalb der vier Sömmerling-Windräder vorgestellt.

Uslar. Die Stadt Uslar will mit ihrem Klimaschutzkonzept auf regenerative Energien setzen. Die Firma Plan 8 aus Eckernförde hat jetzt die Pläne für ein neues Windrad vorgestellt.

Die Bundespolitik will eine Energiewende weg von Atomkraft, und auch die Stadt Uslar setzt mit ihrem Klimaschutzkonzept auf regenerative Energien und den Ausbau der Windenergie. In der öffentlichen Sitzung des Wirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungsausschuss machte das Dr. Frederick Massmann von der Firma Plan 8 GmbH in Eckernförde zunächst deutlich, dann stellte er eine Planung für ein neues Windrad östlich der vier Windräder am Sömmerling in der Gemarkung Schoningen vor.

Es sei noch kein Bauantrag gestellt worden, betonte Massmann in der Sitzung im Rathaus, an der fast der gesamte Schoninger Ortsrat und 22 Zuhörer teilnahmen. Laut Massmann ist auf einer geeigneten Feldfläche unter Einhaltung der gesetzlich geforderten Abstände zur Wohnbebauung ein 200 Meter hohes 3,4 Megawatt-Windrad vom Typ Senvion 3.4M140 vorgesehen. Das hat eine Nabenhöhe von 130 Metern und eine Flügelspannweite von 140 Metern. Wenn ein Genehmigungsantrag beim Landkreis Northeim gestellt werde und die Anlage ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren durchlaufe, könne bei Genehmigung etwa ab Mitte 2018 Baubeginn sein, hieß es.

Weißflächensuche 

Grundlage für den Standort sei eine sogenannte Weißflächensuche. Im Uslarer Land seien der gewählte Standort und ein Areal am Allenberg Bereiche, auf denen Windkraftanlagen errichtet werden könnten. Andere Stellen schieden unter anderem wegen der dichten Bebauung und des großen Landschaftsschutzgebietes aus.

Vorgesehener Standort: Die kleinen blauen Sternchen oben im Bild kennzeichnen die vier vorhandenen Windräder, im rot/blauen Kreis könnte eine weitere Anlage entstehen.

Zur Bebauung am Ortsrand von Schoningen sei die Anlage 760 Meter entfernt. Die Schallbelastung liege unter den gesetzlichen geforderten Werten. Die werden laut Massmann „locker“ eingehalten.

Unproblematisch sei auch ein möglicher Schattenwurf. Am Turm und auch an der Gondel sowie den Flügelspitzen seien Leuchtmarkierungen anzubringen, von denen einige auch nachts rot leuchten und blinken.

Beteiligung möglich

Wer die Windenergieanlage betreibt, sei völlig offen. Bei Interesse könnte das eine Bürgergenossenschaft sein oder auch die Stadtwerke als Energieversorger. Die Firma Plan 8 betreibe nur wenige ihrer insgesamt 167 errichteten Anlagen selbst, sagte Massmann.

Schoningens Ortsbürgermeisterin Ute Leßner-Schminke stellte die geringe Schallbelastung in Frage. Ortsratsmitglied Sascha Leibecke machte sich Sorgen um die Bachstraße, wenn die Baustelle darüber angedient werden würde.

Der Fachausschuss nahm die Planvorstellung von Frederick Massmann zur Kenntnis. Uslars Bürgermeister Torsten Bauer sagte, dass bei einer Beantragung der Anlage die Gremien und die Bürger über ein transparentes Verfahren und im Dialog stets mit einbezogen würden. (jde)

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