Sommerzeit und Hitze

Engpass mit Getränken in Uslar kein Problem

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Noch alles da: Maik Jünemann aus dem Rewe-Getränkemarkt in Uslar vor dem Angebot. Die beiden lokalen Rewe-Märkte spüren von einem Lieferengpass in der Branche kaum etwas. Foto: Daniel Zander

Von Daniel ZanderUslar. Bei sonnigem Wetter und hohen Temperaturen steigt der Durst – sich zu erfrischen, sei laut einem Bericht der „Welt“ zufolge aber nicht so einfach. Denn: Die Getränkevertreiber hätten momentan mit Lieferengpässen zu kämpfen.

„Bei uns ist das aber kein großes Thema“, sagt Stefan Groffmann vom Getränkehandel Volke aus Uslar. „Manchmal verzögert sich eine Lieferung um ein, zwei Tage“, sagt Groffmann. „Aber das ist das normale Sommerchaos.“ Als kleinerer Händler aus der Region habe er keine großen Probleme mit Lieferengpässen, da viele Getränkemarken von Firmen aus der Umgebung kommen. „Und da tauchen diese Sorgen nicht so auf“, so Groffmann.

Einen Grund, warum es bei einigen Händlern Engpässe gebe, sieht er unter anderem im Kaufverhalten der Kunden begründet. „Früher haben die Leute oft auf Vorrat gekauft. Jüngere Kunden sind da etwas hektischer“, sagt Groffmann. Vor allem, wenn plötzlich ein Getränk besonders beliebt und angesagt wird, steige die Nachfrage stark an.

Dennoch bleiben auch andere Getränkehändler in der Region entspannt. Der Edeka-Markt in Bodenfelde habe „keine Engpässe“, und beim Rewe-Getränkemarkt in Uslar „geht es wieder aufwärts“, sagt Mitarbeiter Mathias Brefka. Zwar habe der Getränkemarkt die Engpässe in der vergangenen Woche gespürt. „Aber im Moment haben wir alles vorrätig“, versichert Brefka. „Die wenigen Sorten, die gefehlt haben, werden auch schon wieder produziert.“ Eine weitere Ursache, warum in Teilen Deutschlands Lieferengpässe herrschen, sei laut Brefka der Mangel an Kohlensäure. „Die Produktion wurde nicht hochgefahren“, sagt er. „In Deutschland ist Kohlensäure bombastisch knapp.“ Für Kohlensäure benötigt man Kohlendioxid, was als Nebenprodukt bei der Düngerherstellung entsteht. Laut „Welt“ sei es für die Branche bisher ein nachfragearmer Sommer – was sich im Endeffekt auch auf die Getränkevertreiber auswirke.

Nicht zu unterschätzen sei auch der Mangel an Lkw-Fahrern. Viele Fahrer seien schon fast 50, der Nachwuchs fehle. Bundesweit fehlen laut Logistikbranche 45 000 Lkw-Fahrer. Auch das wirke sich nun auf den Getränkehandel aus – auch, wenn es in Uslar nur geringe Probleme gibt.

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