Über 200 Schüler

Erste Protestaktion Fridays for Future in Uslar

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Die meisten Demonstranten hatten Plakate mitgebracht.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“ Diesen Spruch skandierten am Freitagvormittag über 200 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Uslar bei der ersten Protestaktion im Uslarer Land nach dem Vorbild der weltweiten Bewegung Fridays for Future für mehr Klimaschutz.

Um 9.45 Uhr zog eine große Schar von Gymnasiasten, darunter auch einige Schülerinnen und Schüler der Sollingschule (Oberschule), vom Busbahnhof am Neustädter Platz durch die Innenstadt und über den Landmarkt vors Alte Rathaus. So wurde den Schülern viel Aufmerksamkeit zuteil.

Die Organisatoren mit Tim Heuer, Charlotte Schäfer, Leonie Koschwitz und unter mithilfe von Jakob Bachmann freuten sich über die große Resonanz für die Sache, zumal die Teilnahme am Protest für mehr Klimaschutz nach Angaben der Schüler als unentschuldigtes Fehlen eingetragen wird.

Vor dem Rathaus machte sich die große Gruppe zunächst lautstark bemerkbar. Dort bestand für alle Demonstranten die Möglichkeit, sich mit Redebeiträgen an dem Protest zu beteiligen. Jakob Bachmann erinnerte an die Folgen von Sturm Friederike und der Dürre mit Trinkwasserproblemen und Borkenkäferplage.

Er unterstrich die Forderung nach mehr Klimaschutz und dafür, die gesteckten Ziele zu erreichen, Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke abzuschaffen und von Treibhausgas-Erzeugern Steuern zu kassieren. Leonie Koschwitz warnte vor irreparablen Umweltschäden durch Wasserknappheit und Dürre.

Einig waren sich alle, dass nur durch den Protest vieler und das Zusammenwirken aller etwas zu erreichen ist. Zudem gab Jakob Bachmann Ratschläge, selbst für den Klimaschutz tätig zu werden und beispielsweise nur regionale Waren einzukaufen, Strom zu sparen wie durch den Verzicht auf Wäschetrockner und Strom von Anbietern zu kaufen, der aus erneuerbarer Energie erzeugt wird.

Mehrere Schüler trauten sich ans Mikrofon und machten sich vor allem Mut, dass man es gemeinsam schaffen könne, mehr Klimaschutz zu erreichen und betonten: „Wir schwänzen nicht, wir kämpfen.“

Viele hatten Plakate angefertigt mit Sprüchen wie „Ihr zerstört, was uns allen gehört“, „Kein Plastik Meer“, „Ich lerne nicht für eine zerstörte Zukunft“ und Make Love, not CO2“.

Zu den allgemeinen Forderungen für mehr Klimaschutz fügte zum Beispiel Leonie Koschwitz hinzu, „dass die Uslarer Klimaziele von 2015 endlich in Angriff genommen werden“.

Kurz vor 11.30 Uhr löste sich die angemeldete und von der Polizei begleitete Protestkundgebung vor dem Alten Rathaus auf. Vonseiten der Polizei gab es keinen Grund einzuschreiten.  fsd

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