Markanter Baum war laut Experten befallen

Die Eschershäuser Esche ist gefällt

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Markanter Baum: Am Samstag haben Mitarbeiter einer Baumfirma im Auftrag der Straßenmeisterei mit dem Absägen dieser Esche an der Landesstraße zwischen Uslar und Eschershausen begonnen. Foto: Jürgen Dumnitz

Uslar/Eschershausen – Aufsehen erregt hat die angefangene Beseitigung eines markanten Baumes an der Landesstraße 548 zwischen Uslar und Eschershausen: Die große Esche, die am Abzweig zur Italstraße steht, wurde wegen Befalls Stück für Stück abgetragen. Der restliche Baumstamm ist inzwischen gefällt.

Das Entfernen der Esche hatte unter anderem zu Reaktionen in sozialen Netzwerken geführt und zu Anrufen beim Ortsrat in Eschershausen, der aber nicht zuständig ist.

Grund für das Fällen der betagten Esche ist das Eschentriebsterben. Seit einigen Jahren setzt der Pilz „Hymenoscyphus pseudoalbidus“ auch „Falsches Weißes Stengelbecherchen“ genannt, den Eschen in fast ganz Deutschland mächtig zu. Der Pilz hat sich laut Beobachtung von Experten mittlerweile sogar in 22 Ländern Nord-, Ost- und Mitteleuropas verbreitet.

Ist eine Esche von der Krankheit befallen, ist sie nicht zu retten, sagten Markus Gehle als Leiter der zuständigen Straßenmeisterei Uslar und sein Amtskollege und Landespfleger Helge Wolf vom Geschäftsbereich Gandersheim der Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr unisono. Bei einem Befall bleibe nur das Absägen des gesamten Baumes, er sei ein Todesurteil.

Wegen der Nähe der Straße und des Radweges sei ein Fällen der Esche am Stück nicht in Frage gekommen. Sicherheitshalber sei Ast für Ast abgesägt worden.

Als Naturschutzbeauftragter des Landkreises Northeim hat Helmut Rang (Goseplack) den Baumrest am Montag in Augenschein genommen. Seiner Ansicht nach ist die freistehende Esche mindestens rund 60 bis 70 Jahre alt gewesen. Im Vorfeld sei er nicht über die beabsichtigte Baumfällaktion an der Straße informiert worden.

Laut Wolf seien sachverständige Baumkontrolleure ständig im Zuständigkeitsbereich der Niedersächsische Landesbehörde unterwegs. Auffällige Bäume würden näher untersucht und dann eingestuft. Die Esche an der Abzweigung zur Italstraße ist bereits vor etlichen Wochen mit einem orangen Farbpunkt markiert worden. Wenn der Reststamm zerlegt worden ist, soll das gesamte Holz abtransportiert werden.

Über eine Ersatzbepflanzung an der Stelle werde später innerhalb seines Hauses, das zuständig ist, beratschlagt, sagt der Uslarer Straßenmeisterei-Chef Markus Gehle.  jde/fsd

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