Ex-Krankenhaus soll Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge werden

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Anlieferung von technischen Geräten: Mitarbeiter verschiedener Firmen (Dachdecker sowie Heizungs- und Installationsbetriebe) waren Dienstagvormittag mit Vorbereitungsarbeiten für die Herrichtung des Hauses als Flüchtlingsunterkunft beschäftigt.

Uslar. Die Menschen in Uslar werden am Montag, 23. November, ab 18 Uhr im Rathaussaal über die Zukunft des ehemaligen Krankenhauses als Unterkunft für Flüchtlinge informiert. Das hat Bürgermeister Torsten Bauer am Dienstag angekündigt.

Dann sei man in der Lage, seriöse Informationen zur Sache weiterzugeben. Über Umstände und Einzelheiten wollte der Bürgermeister vorher keine Angaben machen. Er bestätigte lediglich, dass der Arbeiter-Samariterbund (ASB) Träger ist. Zur Informationsveranstaltung sollen nach Bauers Vorstellungen vor allem auch Träger und Innenministerium für Auskünfte zur Verfügung stehen.

Betriebskonzept wird erstellt

Offene Türen: Nicht alle Räume des Ex-Krankenhauses sind leergeräumt. Foto: Dumnitz

Während der ASB am Dienstag die Zahl der Unterkunftsplätze mit 450 angab, hielt sich Bauer mit Zahlen zurück. Auch das zuständige Innenministerium wollte keine Zahlen nennen und verwies auf das noch zu erstellende Betriebskonzept. Uslars stellvertretender Polizeichef Jürgen Don sprach von maximal 500 Plätzen, temporär auch mehr.

Uslars Bürgermeister Bauer berichtete, dass aufgrund seiner Intervention in Bezug auf Sicherungsmaßnahmen insbesondere im Brandschutz Überprüfungen stattfinden und einige Arbeiten fällig würden. Das ehemalige Uslarer Krankenhaus werde eine Unterkunft des Landes, eine Erstaufnahmeeinrichtung. Das habe mit den Zuweisungen von Flüchtlingen über den Landkreis Northeim nichts zu tun.

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Bauer rechne mit Kritik an der Sache und habe auf die Problematik der Lage mitten in der Stadt hingewiesen. Doch das habe das Land nicht interessiert. Es gehe dem Land in erster Linie wegen der Jahreszeit um die Unterkunftsplätze. Der Bürgermeister versprach, dass die Dienstleistungen der Stadtverwaltung für ihre Bürger in Zukunft wegen der Flüchtlingsunterkunft nicht beeinträchtigt würden.

Polizei: Ständiger Dialog

Die Uslarer Polizei befinde sich wegen der Sache im ständigen Dialog mit Arbeiter-Samariterbund und Bürgermeister, sagte der stellvertretende Kommissariatsleiter Jürgen Don und zeigte Gelassenheit. Er war jahrelang als Polizeibeamter in Friedland tätig. „Wir beobachten und finden geeignete Maßnahmen.“ Wenn die Verantwortlichen vor Ort an einem Strang zögen, sei alles zu lösen. Bei solchen Einrichtungen sei nicht automatisch mit mehr Kriminalität zu rechnen, sagte Don.

Die Uslarer Feuerwehr hat demnächst eine Besprechung mit Polizei und Betreiber wegen der Unterkünfte für Flüchtlinge im ehemaligen Krankenhaus. Uslars Stadtbrandmeister Jörg Jacob sprach von einer Anpassung des Alarmplans. Das werde dann überprüft.

Für den Arbeiter-Samariterbund (ASB) als Betreiber des Hauses – beteiligt ist auch der Kreisverband Northeim/Osterode – sagte Sprecher Michael Güttler zum Zeitplan, dass das Krankenhaus für Dezember als Unterkunft hergerichtet werde.

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