Ortsratsbeschluss

Naturschutzbeauftragter soll Volpriehäuser Linden begutachten

Die Linden an der Schlarper Straße in Volpriehausen sind ins Blickfeld geraten. Die vordere soll gefällt werden. Der Ortsrat fordert, den Naturschutzbeauftragten des Landkreises hinzuzuziehen, um seine Meinung zu der Baumreihe zu hören.
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Die Linden an der Schlarper Straße in Volpriehausen sind ins Blickfeld geraten. Der Ortsrat fordert, den Naturschutzbeauftragten des Landkreises hinzuzuziehen.

Mit den Straßen und Wirtschaftswegen in und um Volpriehausen befasste sich der Ortsrat während seiner Sitzung vor sechs Zuhörer im evangelischen Gemeindehaus.

Volpriehausen - Die Schlarper Straße geriet in den Blick, weil dort ein alter Baum nach Ansicht des städtischen Baumbeauftragten Stefan Riem entfernt werden müsse. Es ist die unterste von zehn Linden, die direkt an der Straße stehen. „Wir sollten alle Bäume entfernen lassen und sie durch neue ersetzen, da die Wurzeln schon den Bürgersteig kaputtmachen“, schlug Ortsbürgermeister Gerd Kimpel vor. Der Ortsrat entschied, den Kreisnaturschutzbeauftragten Ralf Sepan zu bitten, sich die Bäume anzuschauen, bevor sie entfernt werden.

Im Frühjahr beginnen die Ausbauarbeiten im Zuge der Verlegung der B  241 am Rothenberg, berichtete der Ortsbürgermeister. Deshalb werde der Bereich nur noch von Schlarpe erreichbar sein. Damit Einsatzfahrzeuge das Gebiet schneller erreichen, soll eine Zuwegung von Gierswalde aus über die Meyerbrücke oberhalb der Bahngleise entlang zum Rothenberg geschaffen werden. Außerdem plane die Bahn, für Fußgänger eine Treppe vom Bahnhof zum Rothenberg zu bauen. Während der Bauarbeiten sollte die Kreisstraße ab der Mittleren Volperstraße bis zum Bahnhof saniert werden, schlug Kimpel vor.

Und das ist außerdem geplant: Der Graben am Wirtschaftsweg oberhalb des Pfarrhauses am Baugebiet Papenfeld soll ausgebaggert werden, was mit 2000 bis 2500 Euro kalkuliert wird. Der Stichweg zur Bundesstraße (am Grundstück von Eberhard Hinze) soll für rund 3000 Euro mit höherwertigem Schotter versehen werden. Bevor der gleiche Betrag in der Industriestraße (Höhe Grundstück Emmermann) für Schotter ausgegeben werden soll, um die „Seenlandschaft“ zu beseitigen, soll es einen Ortstermin mit dem Baumanagement der Stadt Uslar geben.

Der Ortsrat hofft, dass die Kesselgrundstraße, die 2020 von der Stadt Uslar saniert werden sollte, endlich 2021 gemacht werde. Hierfür ist ein Eigenanteil des Ortsrates von 4000 bis 6000 Euro vorgesehen.

Der Ortsrat sagte dem Realverband Volpriehausen einstimmig 1000 Euro für die Pflege der Wirtschaftswege zu. Der Ortsbürgermeister lobte dabei das Engagement des Realverbands-Vorsitzenden Wolfgang Dreier, der die Pflege und das Freischneiden der Wirtschaftswege mit einer Gesamtlänge von rund 15  000 Metern übernimmt. Auch Uslars Bürgermeister Torsten Bauer lobte die Arbeit. Er erinnerte an die Pflicht der Eigentümer, die sonst selbst ihre Bäume zurückzuschneiden müssten, wenn sie in den Weg wachsen.

Soll fußläufig vom Rothenberg erreichbar sein: Die Bahn plant, vom Bahnhof einen Fußweg mit Treppe zu dem Wohngebiet (rechts) zu bauen.

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