Bundesnotbremse

Falter bleiben allein: Schmetterlingspark in Uslar bleibt vorerst geschlossen

Hautnah: Greta Oto heißt diese Schmetterlingsart aus Südamerika, die auch als Glasflügler bekannt ist. Im Schmetterlingspark sind Falter aus vielen Ländern in allen Entwicklungsstadien vom Ei über die Raupe bis zum Schmetterling zu sehen.
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Hautnah: Greta Oto heißt diese Schmetterlingsart aus Südamerika, die auch als Glasflügler bekannt ist. Im Schmetterlingspark sind Falter aus vielen Ländern in allen Entwicklungsstadien vom Ei über die Raupe bis zum Schmetterling zu sehen. (Archivbild)

Am Montag durfte erstmals die Außengastronomie des Schmetterlingsparks in Uslar wieder öffnen. Doch ab sofort gilt die Bundesnotbremse und der Park bleibt zu.

Uslar – Wenn es gut laufe, dürfe man vielleicht bald wieder öffnen, meint Geschäftsführerin Christina Johanning auf Anfrage der HNA. „Uns trifft es bitter, weil mit Himmelfahrt jetzt vier Tage kommen, an denen wir hätten Geld verdienen können“, so Johanning. Bislang verliere man von Montag bis Freitag Geld, weil die Einnahmen nicht ausreichen, um die Personalkosten zu decken. Für samstags und sonntags gebe es dagegen so viele Anmeldungen, dass nicht alle berücksichtigt werden können.

Bislang funktionierte das Modell so: Für jeden Besuch wurde ein Zeitfenster von zwei Stunden eingeplant. In dieser Zeit wurden maximal 40 Personen eingelassen. Weil sich ein Teil immer auf dem Außengelände oder im Vorraum befindet, seien eigentlich nie mehr als 20 Menschen in der Halle mit den fliegenden Faltern gewesen, heißt es. Die Besucher sollten Platz haben und das Freizeitangebot in Corona-Zeiten genießen.

Christina Johanning kann sich an Freudentränen erinnern. Zwei Stunden lang hätten sie Corona vergessen können, habe eine glückliche Familie am Ende ihres Besuchs zu ihr gesagt. „Wir sehen, wie sehr die Menschen das brauchen“, meint Johanning. „Das macht auch uns Spaß.“

Kritisch sieht sie die Änderung der niedersächsischen Corona-Verordnung, die seit Anfang der Woche erste Lockerungen bringen soll. Denn für den Schmetterlingspark bedeutet sie neue Schwierigkeiten. Die Gäste müssten einen negativen Corona-Test vorlegen oder sich alternativ vor dem Eintritt selbst testen. Johanning hofft, dass diese Testpflicht mit dem für den 30. Mai angekündigten neuen Erlass wieder enden wird. Wegen der hohen Fallzahlen im Kreis stellt sich dieses Problem aktuell nicht, weil der Park nicht öffnen darf.

Neben Wanderungen und Radtouren bleibt am Himmelfahrtswochenende aber ein Ausflugsziel in der Region: der Wildpark in Neuhaus. Dieser ist nicht von der Bundesnotbremse betroffen, weil er im Kreis Holzminden liegt, wo die 7-Tage-Inzidenz noch unter der 100er-Grenze liegt.

Um zu verhindern, dass zu viele Besucher gleichzeitig auf das Gelände wollen, gibt es Zeitfenster für den Einlass. Die Ankunftszeit kann man schon von Zuhause aus über die Internetseite buchen und auch das Formular für die Kontaktdaten ausdrucken. Geöffnet ist der Wildpark bis Ende Oktober täglich von 9 bis 19 Uhr. (shx)

Infos: schmetterlingspark.org und landesforsten.de/erleben/unsere-naturtalente/wildpark-neuhaus

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