Verabschiedung in den Ruhestand

Familienzentrum Uslar: Mit Doris Fricke geht die Frau der ersten Stunde 

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Das Steuer wurde symbolisch übergeben: Das neue Leitungstrio im Familienzentrum Uslar mit (von links) Almut Hahne, Anke Braun-Müller und Johanna Bergmann mit der bisherigen Leiterin Doris Fricke, die in den Ruhestand verabschiedet wurde. 

Uslar. Das Familienzentrum Uslar hat mit Doris Fricke eine Frau der ersten Stunde verabschiedet. 

Seit der Gründung des Mehrgenerationenhauses in Uslar vor 13 Jahren war sie die Leiterin und seitdem das Aushängeschild und das Gesicht der Einrichtung. Angesichts ihres Engagements für das Familienzentrum kam es zum großen Bahnhof, als Doris Fricke nun mit 65 Jahren in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Die große Schar der Besucherinnen und vor allem die Redebeiträge verdeutlichten den außergewöhnlichen Einsatz von Doris Fricke weit über das normale Maß hinaus. Martina Stülzebach, die mit Christiane Eichmann für die Führung des Vereins die Verabschiedung vornahm, sprach von einem Glücksfall für den Verein.

Die gelernte Erzieherin wird aber nicht ganz vom Bildschirm Familienzentrum verschwinden und noch einige Kurse leiten. Gleichwohl übergab sie das Steuer an drei Nachfolgerinnen: Die Leitung des Familienzentrums Uslar übernehmen künftig zu dritt Anke Braun-Müller (51), Johanna Bergmann (39/beide Uslar) und Almut Hahne (39/Kammerborn), die länger schon in der Einrichtung aktiv sind.

Christiane Eichmann und Martina Stülzebach erinnerten an die schwierige Anfangszeit des Familienzentrums inklusive der Suche nach Räumlichkeiten mit der damaligen Vorsitzenden Ursula Nier. Start war schließlich am 1. Juli 2005 im Haus Bahnhofstraße 2.

Doris Fricke gehörte seinerzeit zum Kreis der Beteiligten, die mit Visionen, Engagement, Idealismus und viel Zeit das Projekt vorantrieben und es soweit brachten, wie es sich heute als anerkannte Einrichtung mit etwa 50 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen darstellt.

Das Familienzentrum vor allem als Treffpunkt für alle Generationen erforderte vielfältiges Können, beschrieb Martina Stülzebach die Aufgaben, denen sich Doris Fricke stellte, wie Benchmarking, Nutzerbefragung, Selbstmonitoring, Moderationstreffen und Reflexionstreffen. Zudem bewältigte sie neue Herausforderungen wie die Anlaufstelle für Asylbewerber und Flüchtlinge. Sie habe alles mit Bravour gemeistert, war nicht nur das freundliche Gesicht des Familienzentrums, sondern hatte ein offenes Ohr für jedermann und war zum Beispiel das Zugpferd für die Mutter-Kind-Gruppen. Sie spannte sogar ihren Mann Karl ein, der für seinen Einsatz ein Geschenk erhielt.

Abschiedsgeschenke und Worte voller Lob kamen aus dem Kreis der Mitarbeiterinnen und vom stellvertretenden Uslarer Bürgermeister Gerd Kimpel, von der früheren Vorsitzenden Ursula Nier und der Familienberatung (früher Erziehungsberatungsstelle). Viel Applaus ernteten Florian Reschke und Michael Splitt für ihre musikalischen Abschiedsständchen mit „Alle lieben Doris“ nach dem bekannten Hit „Living next door to Alice“.

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