Feuerschein lockte im Uslarer Land und an der Oberweser zu Osterfeuern

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Im Fackelschein am Osterfeuer: In Schönhagen halfen sich die Geschwister Tim und Alexa Utermöhle beim Anzünden der Wachsfackeln. Nicht nur die Kinderaugen leuchteten im Schein des Brauchtumsfeuers oberhalb des Schusterbergs. 

Schönhagen/Kammerborn. Ältere Einwohner des Ahledorfes Schönhagen konnten sich am Samstag am Rande des Osterfeuers noch an zwei andere Standorte erinnern: am alten Sportplatz und unterhalb des Lauenbergs. Seit 40 Jahren wird das Brauchtumsfeuer jedoch schon oberhalb des Schusterbergs abgebrannt, an der Flurstelle „Deutsches Haus“.

Warum das so heißt, ist aber nicht bekannt. Ortsbürgermeister Gerd Krusche sagte, dass der Platz wohl „schon immer“ so hieß. Ihm sei nicht bekannt, dass in der Nähe jemals ein Haus gestanden habe. Auch andere ältere Einwohner kannten keinen Hintergrund, warum die Stelle gut einen Kilometer vom Dorfrand entfernt so heißt.

Helfende Hände und großes Gerät: Helfer sammelten in Kammerborn Strauchschnitt ein. Mit dem Frontlader eines Treckers wurde dann das Osterfeuer ziemlich hoch aufgeschichtet. 

Diesmal war die Ortsjugendgruppe Ausrichter des Osterfeuers. Die Mitglieder sammelten Baum- und Strauchschnitt im Dorf ein, während einmal mehr Manfred Gomoll aus Amelith das angelieferte Material dann mit seinem Trecker meterhoch aufschichtete. Entstanden war ein imposanter Haufen, der mit Strohballen bestückt am Samstagabend vor den Augen mehrerer hundert Gäste angezündet wurde und dann mehrere Stunden lang brannte.

Die Besucher am Osterfeuer wurden mit Getränken und Gegrilltem versorgt, für Kinder gab es Stockbrotbacken am Feuerkorb. Rund 20 Helfer der Jugendgruppe waren im Einsatz, sagte der Vorsitzende Jannik Brandt, der mit dem Besuch am „Deutschen Haus“ zufrieden war.

Buschwerk am Kreuzbusch

In Kammerborn waren am Samstag ebenfalls rund 20 Männer mit ihren Treckern im Dorf unterwegs, um Buschwerk einzusammeln. Am Osterfeuerplatz unterhalb des Kreuzbusches schichtete dann Friedrich Warnecke aus Sohlingen den Haufen auf.

Ortsbürgermeister Roland Gruhne freute sich, dass sich im Dorf immer noch Freiwillige finden, die das Brauchtumsfeuer mit vorbereiten. „Früher haben das die Konfirmanden im Dorf gemacht“, erinnerte er sich. Das ist aber lange vorbei. Erwachsene müssten seit Jahren helfen, damit der Brauch aufrecht erhalten werde. Angezündet wurde das Kammerborner Osterfeuer am Sonntag.

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