Sanierungsmaßnahmen

Finanzausschuss empfiehlt Extra-Zuschuss für Freibad Volpriehausen

Uslar/Volpriehausen. Die Betreiber des Freibads Volpriehausen sollen einen zusätzlichen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 10.000 Euro von der Stadt Uslar erhalten.

Das hat der Finanzausschuss in Uslar in jüngster Sitzung einmütig empfohlen.

Für die Bürgerinitiative Bollert-Dörfer, die das Volpriehäuser Freibad im achten Jahr betreibt, war 2017 kein gutes Jahr: Aufgrund der Witterungsverhältnisse kamen so wenig Besucher wie nie zuvor, seitdem das Bad von Bürgerhand betrieben wird.

Hinzu kamen überdurchschnittlich hohe Investitionen. Die Folge: Die Badbetreiber kommen finanziell gesehen nicht über die Runden und haben daher für das desaströse Wirtschaftsjahr 2017 den Zuschuss beantragt. Der Tenor im Ausschuss lautete: Die Stadt sieht das einzig verbliebene Freibad im Stadtgebiet als wichtige Infrastruktureinrichtung an, das zu erhalten sei. Dennoch: Es sollte bei der einen zusätzlichen Finanzspritze bleiben.

Bisher gibt die Stadt Uslar für das Freibad jährlich einen Zuschuss in Höhe von 32.000 Euro. In diesem Jahr waren außerordentliche Investitionen in die Chlorgasanlage und die Sicherheit erforderlich, die über 26.000 Euro ausmachten.

Auf der Habenseite waren es aufgrund des Minusrekords bei den Besuchern (4755 Badegäste) nur knapp über 8000 Euro Einnahmen aus dem Kartenverkauf. Allein die Arbeiten an der Chlorgasanlage schlugen mit über 8000 Euro zu Buche, zudem wurde ein Bodensauger fürs Becken in Höhe von fast 15.000 Euro angeschafft.

Der Finanzausschuss-Vorsitzende Gerd Kimpel (CDU) hatte zum Thema Freibad Volpriehausen die Sitzungsleitung an seinen Vertreter Dr. Hermann Weinreis (SPD) abgegeben, weil er gleichzeitig federführend für die Bürgerinitiative als Badbetreiber in Volpriehausen aktiv ist.

Die Investitionen waren aus Gründen der Hygiene und der Sicherheit erforderlich, begründete Kimpel im Ausschuss die Ausgabe. Zudem war der alte Bodensauger kaputtgegangen. Er sprach von wichtigen Investitionen für die Zukunft des Bades, zumal die Bürgerinitiative Bollert-Dörfer beabsichtige, das Freibad auch in der Zeit weiterzuführen, wenn in unmittelbarer Nachbarschaft die neue Bundesstraße 241 neben die Bahnlinie gebaut wird.

Im Ausschuss lobten alle Fraktionen und der Bürgermeister für die Verwaltung das bürgerschaftliche Engagement der Badbetreiber.

Dr. Hermann Weinreis erkundigte sich nach dem Einsatz von Geld aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Landes für die Bäder: Kämmerer Sven Borchert sagte, dass das Geld aus unterschiedlichen Gründen sowohl von den Betreibern des Freibads Volpriehausen als auch von denen des Uslarer Badelandes noch nicht abgerufen sei. 

Rubriklistenbild: © Dumnitz

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