Firma Siebrecht in Uslar baut Wohnmobile

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Neues Produkt: Das Autohaus Siebrecht verkauft künftig eigene Wohnmobile, hier präsentieren (von rechts) Hendrik Nowak, Sarah Vogt und Dirk Rennemann das neuen Allrad-Modell im Show-Raum der Verkaufshalle in Uslar. 

Autohaus hat mit selbst entwickelter Modellreihe auf Opel-Basis erste Erfolge nach Messe-Präsenz

Beim Autohaus Siebrecht denkt man als erstes an Opel. Danach an Mercedes, VW, Mitsubishi. Die namhafte Automobilgruppe mit Stammsitz in Uslar, die mittlerweile europaweit einen Namen hat, macht derzeit aber vor allem mit einer ganz neuen Sparte Schlagzeilen: mit Wohnmobilen.

Das besondere: Siebrecht hat eine eigene Modellreihe entwickelt und auf den Markt gebracht. Sie firmiert unter dem Namen Womondo und hat auf den bedeutenden Messen der Branche große Aufmerksamkeit erzeugt – besonders durch individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, kurze Lieferfristen und eine behindertengerechte Variante.

Idee vom Juniorchef

Kein Problem: Für Menschen mit Beeinträchtigungen gibt es auch ein Modell in der Womondo-Reihe. 

Die Idee für den neuen Firmenzweig stammt von Juniorchef Maik Siebrecht persönlich: Warum bietet Opel eigentlich keine Wohnmobile an, zumal die Autogruppe Siebrecht zu Europas größten Nutzfahrzeughändlern zählt? Im Sommer 2016 legte Siebrecht mit einem Team los und präsentiert jetzt auf Basis des Opel Movano vier Modelle, die sich in Länge (zwischen 5,94 und 6,85 Meter), Personenkapazität (zwei bis vier) und Funktionalität unterscheiden: „Primo“ für den Urlaub zu zweit, den größeren „Momento“ und das geräumige Familien-Reisemobil „Grando“ sowie den „Agilo“, einen Camper für Menschen mit Mobilitätseinschränkung. Die Fahrzeuge sind ab 48 000 Euro zu haben.

Im Vordergrund der Kastenwagenmodelle steht die individuelle Ausstattung, wie Sarah Vogt erklärt, zuständig bei Womondo für PR und Prozessmanagement. Aus diversen Lacken, Dekoren und Böden kann man sich sein eigenes Reisemobil zusammenstellen. Die Rede ist von über 10 000 Kombinationsmöglichkeiten.

Gemütlich: Das ist der Schlafplatz im Wohnmobil-Modell Primo.

Die individuelle Ausstattung soll noch verbessert werden, dass man sich sein Reisemobil aus zehn Grundrissen zusammenstellen kann, kündigt Sarah Vogt an. Und: Ab Mitte des Jahres kommt eine Allrad-Variante hinzu.

Gebaut wird in Slowenien

Als Partner von Siebrecht fungiert ein Autobau-Unternehmen in Slowenien, das die Womondo-Fahrzeuge herstellt. Aktuell befinden sich 20 Fahrzeuge in der Produktion, berichtet Sarah Vogt. Der Bau werde regelmäßig kontrolliert, die Endkontrolle finde in Uslar statt.

Die neue Firma setzt mit der Lieferzeit von derzeit 120 Tagen Maßstäbe in der Branche. Zudem sind alle Fahrzeuge wintertauglich und haben eine Dichtigkeitsgarantie von sieben Jahren. Dazu gibt es ein europaweites Servicenetz mit über 6000 Opel-Werkstätten sowie eine Service-Hotline rund um die Uhr. Derzeit ist Womondo dabei, ein Händler-Netzwerk aufzubauen.

In Uslar wird gerade in Siebrechts Verkaufshalle ein Show-Raum aufgebaut. Ab Montag wirbt Womondo auf der Reise- und Freizeit-Messe „F.re.e“ in München, danach in Berlin. Und es werden Testfahrer für die Camper gesucht. Sie können sich im Autohaus Siebrecht melden.

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