Flüchtlinge kommen erst später ins ehemalige Uslarer Krankenhaus

Bauzaun mit Sichtschutz: So sieht es am ehemaligen Uslarer Krankenhaus jetzt aus. Nächste Woche sollen nun die ersten Flüchtlinge kommen. Foto: Schneider

Uslar. Auch am zweiten Adventswochenende werden noch keine Flüchtlinge im ehemaligen Uslarer Krankenhaus aufgenommen. Das hat am Freitag der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als Betreiber der Flüchtlingsunterkunft auf Anfrage mitgeteilt.

Hintergrund ist nach Angaben einer Sprecherin des ASB, „dass derzeit noch bauliche Mängel behoben werden“. Sie beruft sich auf Angaben des Einrichtungsleiters der Notunterkunft Uslar, Marcel Arndt.

Sobald die Mängel behoben seien, hieß es am Freitag beim ASB, könne mit der Belegung der Einrichtung begonnen werden. Neben der Behebung der baulichen Mängel, mit denen der ASB Anfang der nächsten Woche rechnet, müsse man noch auf die Auswertung von Wasserproben warten, die das Gesundheitsamt am Freitag entnommen habe.

Die ersten 100 bis 150 Flüchtlinge werden also voraussichtlich Mitte nächster Woche erwartet, „Dienstag oder Mittwoch“, hieß es beim ASB.

Um und im ehemalige Uslarer Krankenhaus am Graftplatz in der Stadtmitte wird unterdessen kräftig gewerkelt. Zahlreiche Handwerker sind beschäftigt. So ist das Gelände um das ehemalige Krankenhaus inzwischen eingezäunt. Aufgestellt wurde ein Bauzaun, der mit weißer Plane als Sichtschutz ausgestattet wurde.

Das Uslarer Krankenhaus, es gehörte zuletzt zu Klinik und Reha-Zentrum Lippoldsberg, war nach einer Insolvenz Ende März 2012 geschlossen worden. Zuletzt hatte eine Uslarer Immobilienfirma angekündigt, darin eine Seniorenresidenz zu errichten. Vor wenigen Wochen habe die Gläubigerbank aber erklärt, dass die Uslarer Firma den Vertrag nicht erfülle und einen Finanzverwalter eingesetzt.

Unterdessen hatte das niedersächsische Innenministerium das ehemalige Krankenhaus als Notunterkunft unter die Lupe genommen und sich schließlich dafür entschieden. In einer öffentlichen Informationsveranstaltung wurde der der Arbeiter-Samariter-Bund dann als Betreiber vorgestellt. Uslar soll eine Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge werden, die registriert und untersucht werden, bevor sie woanders untergebracht werden sollen.

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