Flüchtlingsunterkünfte in Uslar und Wahmbeck schließen Ende 2016

Der Rückbau hat begonnen: In der Flüchtlingsunterkunft in Uslar im ehemaligen Krankenhaus werden alle Einrichtungsgegenstände eingepackt und weggebracht. Ende des Jahres wird die Unterkunft geschlossen. Foto: Schneider

Uslar/Bodenfelde. Die Flüchtlingsunterkünfte in Uslar und in Wahmbeck werden zum Jahresende aufgegeben. Im ehemaligen Krankenhaus Uslar hat der Rückbau bereits begonnen.

Flüchtlinge sind hier schon seit Mitte Oktober nicht mehr untergebracht.

Im Wahmbecker Haus der Integration, das zur Unterbringung von Familien diente, lebten Ende des Vormonats noch neun Familien mit 46 Kindern und Erwachsenen. Sie werden nach und nach in normale Wohnungen umziehen.

Der Landkreis Northeim gibt damit seine letzte Flüchtlingsunterkunft im Landkreis auf. Allerdings werde das Wahmbecker Haus, das der Landkreis vom Kirchenkreis für 96 000 Euro gekauft und Mitte Januar in Betrieb genommen hatte, so bereitgehalten, dass es bei Bedarf wieder als Unterkunft für Flüchtlinge in Betrieb gehen kann, sagte Landkreis-Sprecher Dirk Niemeyer auf Anfrage.

Betrieben wurde das Haus der Integration in Wahmbeck vom DRK Göttingen-Northeim, das die Schließung bedauert. Betroffen sind zehn Voll- und Teilzeitbeschäftigte. Man habe sie bereits im September vorgewarnt, berichtet Kreisgeschäftsführer Detlef Büchner.

In Uslar bereitet der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als Betreiber der Flüchtlingsunterkunft die Rückgabe der Immobilie an den Zwangsverwalter vor, unter dessen Obhut das Haus davor stand. Es war Außenstelle des Lagers Friedland und damit eine Landeseinrichtung.

Es bestehe kein Bedarf mehr, berichtet Geschäftsführerin Iris Knecht vom ASB. Das Land schließe alle angemieteten Einrichtungen. So ist die vom ASB betriebene Unterkunft in St. Andreasberg schon seit Ende September geschlossen. Für die Mitarbeiter werde viel versucht, sagte Iris Knecht. Doch nicht alle könnten ihre Stelle beim ASB behalten. Der ASB beschäftigte bis zu 45 Mitarbeiter in Uslar. (fsd)

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