Zweites Treffen

Fördergeld für Uslars Innenstadt gibt es nur bei Einhalt der Fristen

Wird als Projekt für das Förderprogramm Perspektive Innenstadt gehandelt: Der Schlosspark Freudenthal mit dem seit Jahren diskutierten Brunnen. Archivfoto: Jürgen Dumnitz
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Wird als Projekt für das Förderprogramm Perspektive Innenstadt gehandelt: Der Schlosspark Freudenthal mit dem seit Jahren diskutierten Brunnen.

Die Stadt Uslar bekommt die Coronahilfe für die Innenstadt nur, wenn sie schnell agiert. Es gibt enge Fristen.

Uslar – Es muss schnell gehen mit den Projekten für die Stärkung und Entwicklung der Innenstadt, nachdem Uslar erfolgreich Fördergeld bei dem aus Corona-Hilfen der EU finanzierten Programm „Perspektive Innenstadt“ des Landes Niedersachsen beantragt hat: 345 000 Euro stehen bereit. Das erste förderfähige Projekt muss aber schon bis 1. März 2022 fertig sein.

Schnell gehen bedeutet: Hält die Stadt die Fristen nicht ein, fliegt sie aus dem Programm, das die Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der Pandemiefolgen in den Innenstädten unterstützen soll, und das für Uslar gedachte Geld werde an die im Programm verbliebenen Städte verteilt. Bisher haben Politik und Wirtschaft in Uslar schon zweimal getagt – zunächst die Fraktionsvorsitzenden aus dem Stadtrat und der Vorstand der Wirtschaftsvereinigung Region Uslar.

Politik und Wirtschaft

Donnerstagabend saßen nun die aktuellen und die künftigen Stadtratsmitglieder, der Ortsrat Uslar sowie Vertreter der Wirtschaftsvereinigung (insgesamt 38 Teilnehmer) in der Halle der Grundschule auf dem Eichhagen und ließen sich detailliert informieren. Hinterher war von guter Arbeitsstimmung die Rede.

Stadt stellt ein Team

Bei der Stadt ist ein Team mit Bürgermeister Torsten Bauer, Wirtschaftsförderin Stefanie Möhlenhoff sowie Baumanagement-Leiter Volker Mäder und den Bauamtsmitarbeitern Diethelm Breker und Thomas Sattler mit dem äußerst arbeitsintensiven Projekt beschäftigt. Stefanie Möhlenhoff sprach von einer großen Herausforderung. Das Team der Stadtverwaltung Informierte dabei nicht nur über die Möglichkeiten, sondern vor allem auch über die Grenzen des Förderprogramms Perspektive Innenstadt.

Geich drei Fristen

Zu den Bedingungen mit der ersten Frist am 31. März 2022 kommt hinzu, dass bis zum 30. Juni 2022 dann alle Projekte aus Uslar eingereicht sein müssen. Als allerletzte Frist kommt der 31. März 2023 obendrauf: Dann müssen alle Projekte fertig gebaut und fertig abgerechnet sein.

90 Prozent Förderquote

Derzeit könne man andererseits noch keine Anträge stellen, weil die zuständige N-Bank noch kein passendes Online-Portal zur geforderten digitalen Antragstellung bereitgestellt habe, hieß es. Das Programm, für das Förderkriterien aus einem dafür konzipierten Runderlass des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten gelten, hat eine 90-prozentige Förderquote. Das bedeutet, dass die Stadt Uslar einen Eigenanteil von zehn Prozent zu tragen hat. Und: Es werden keine Pflichtaufgaben der Kommune gefördert, es müssen zusätzliche Projekte sein.

Parks und Forstgarten

Anvisiert sind in Uslar Projekte für den Schlosspark und den Lavespark sowie den Forstgarten. Dabei soll es darum gehen, den Schlosspark und den Lavespark so aufzuwerten, dass mehr Menschen dorthin gehen, sowohl Einheimische als auch Touristen. Die Rede ist von mehr Verweildauer im urbanen Bereich. Innerstädtischen Grünflächen käme in Coronazeiten eine besondere Bedeutung zu. Als Ideen sind genannt, den Treppenaufgang vom Museum zum Lavespark barrierefrei und den Schlosspark-Brunnen anders zu gestalten, beispielsweise mit einer Fontäne und als Wasserspielplatz.

Schwammstadt-Prinzip

Am Donnerstag waren zudem der Forstgarten und der Begriff Schwammstadt-Prinzip ein Thema. Dabei geht es darum, Regenwasser beispielsweise in einer Innenstadt lokal aufzunehmen und zu speichern, anstatt es lediglich zu kanalisieren und abzuleiten. So könnten Starkregenereignisse abgefangen und Dürreperioden überdauert werden.

Politik und Wirtschaft seien nun mit den nötigen Informationen ausgestattet und können in die Beratungs-und Entscheidungsphase eintreten, hieß es. (fsd)

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