Jubiläumsjahr endete

Forum Kinderarmut in Uslar gewinnt weitere Unterstützer

+
Gemeinsames Mittagessen: Etliche der rund 120 Kirchgänger nutzten am Sonntag nach dem Gottesdienst die Gelegenheit zum Suppeessen im Gemeindehaus an der Kreuzstraße. Foto: Jürgen Dumnitz

Uslar. Ein Diakonie-Gottesdienst in der evangelischen St. Johanniskirche mit 120 Kirchgängern bildete am Sonntag den Abschluss des Veranstaltungsjahres anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Forums Kinderarmut für den Bereich Uslar und Bodenfelde.

„Wir sind glücklich über die vielen Helfer und Veranstalter in diesem Jahr“, zog Melanie Schmidt Fazit im Gemeindehaus.

Da hatten Helfer eine Suppe für ein gemeinsames Mittagessen vorbereitet, die sich etliche Kirchenbesucher schmecken ließen. Im Gottesdienst erinnerten Stefanie Franke und Simone Grab an die Veranstaltungen und Unterstützer in der zehnjährigen Geschichte des Forums. Für den Diakonieladen Jacke wie Hose gab es zudem eine Auszeichnung. Melanie Schmidt überreichte dem Team eine Urkunde, die im Geschäft an der Kurzen Straße in Uslar als Zeugnis der verlässlichen Kooperation aufgehängt werden soll. Alle anwesenden Helfer bekamen zusätzlich eine Rose als Dankeschön.

Auftakt der Veranstaltungsreihe war im vergangenen Jahr im Herbst mit einem kleinen Fest. Es folgten unter anderem ein Benefiz-Konzert des Polizeiorchesters Niedersachsen und zahlreiche weitere Aktionen. Es seien viele Menschen bereit, sich einzubringen, obwohl nach ihrer Einschätzung Armut auf dem Land ein Tabuthema sei.

Zum harten Kern des Forums zählt Melanie Schmidt heute 15 Akteure, dazu kamen in diesem Jahr laut ihrer Einschätzung noch gut 40 engagierte Kooperationspartner aus unterschiedlichen Bereichen.

Ziel aller Bemühungen sei es, Kindern gleiche Chancen durch eine Teilhabe zu geben, egal wie die Lebensumstände und Möglichkeiten der Familien seien. Das betreffe die Bereiche Schule ebenso wie die Freizeit. Leider hängen ihrer Meinung nach die Entwicklungschancen aber nach wie vor vom Geldbeutel der Eltern ab. Das Forum bemühe sich, da anzusetzen.

Bodenfelder Gitarrengruppe

Jetzt soll eine Auswertung des Veranstaltungsjahres folgen. Es gebe so viele Ideen, dass man wohl auch im nächsten Jahr wieder in Zusammenarbeit mit anderen zwei bis drei Veranstaltungen zugunsten des Forums Kinderarmut sowie Fortbildungen planen werde, sagten Schmidt und Pastorin Astrid Jasper, die den Diakonie-Gottesdienst gestaltete und dabei musikalisch von der Gitarrengruppe Bodenfelde unterstützt wurde. „Was bisher gut gelaufen ist, werden wir bestimmt auch weiterhin anbieten“, hieß es.

Jasper freute sich, dass der Diakonieausschuss und der Kirchenvorstand der Johannis-Gemeinde das Forum stützen. „Ich bin froh, dass an so vielen Stellen was Gutes passiert“, sagte die Pastorin.

Zu den Forum-Projekten zählen ein Nachhilfe-Angebot für Schüler, Koch- und Backkurse, Starterpaket für Erstklässler, Förderung zur Teilnahme an Klassenfahrten und Freizeitveranstaltungen, Unterstützung für Schulmaterial und Mittagessen in Schule und Kindergarten. Allerdings seien Zuschuss-Antragsverfahren kompliziert und eine Förderung oft nicht ausreichend, sodass kaum Kinder davon profitieren würden, wurde kritisiert.

Froh sei man über das erfolgreiche Projekt „Jeder isst mit“, das nach den ersten drei Jahren nun um weitere drei Jahre verlängert worden ist. Der Bedarf sei weiter ansteigend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.