Tipps für Nachhaltigkeit

Fünf Schülerinnen aus Uslar kämpfen gegen die Verschwendung von Essen

Setzen sich gegen Lebensmittelverschwendung ein: Die Schülerinnen Meline Globisch, Mailin Don, Jette Knochenmuß, Michelle Leonie Tiede und Patricia Kerl (von links).
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Setzen sich gegen Lebensmittelverschwendung ein: Die Schülerinnen Meline Globisch, Mailin Don, Jette Knochenmuß, Michelle Leonie Tiede und Patricia Kerl (von links).

Fünf Schülerinnen des Gymnasiums Uslar wollen etwas ändern und haben einen Flyer mit Tipps gegen Lebensmittelverschwendung entworfen.

Uslar – Möglichst nichts wegwerfen, was noch verwertet werden kann. Eine Devise, die für die älteren Generationen, die Krieg und Hunger erlebt haben, noch selbstverständlich ist. Heute ist das oft anders. Laut Studien landen in Deutschland jährlich 12,7 Millionen Tonnen Essen im Müll, mehr als die Hälfte aus Privathaushalten. Zudem befeuert Lebensmittelverschwendung laut Experten den Klimawandel. Auch in Uslar gibt es Lebensmittelverschwendung, haben Meline Globisch, Patricia Kerl, Michelle Leonie Tiede, Jette Knochenmuß und Mailin Don bei ihrer Arbeit im Seminarfach Ernährung festgestellt.

In einer selbst organisierten Umfrage kam heraus, dass viele Leute das Problem unterschätzen. Weil es aber zugleich die Bereitschaft gibt, etwas gegen Lebensmittelverschwendung zu tun, haben sie das Projekt „Wir gegen Lebensmittelverschwendung“ entwickelt und einen Flyer entworfen, der ab sofort im örtlichen Einzelhandel und in Supermärkten ausliegt und online über die Facebookseite „Projekt Lebensmittelverschwendung“ (Facebook.com/projekt.lebensmittelverschwendung.3) heruntergeladen werden kann.

In ihrem Flyer haben die Schülerinnen zwei Handlungsfelder aufgeführt: den Supermarkt und Zuhause. Zu den Tipps für den Supermarkt gehört zum Beispiel, auch nicht perfektes Gemüse und Obst zu kaufen, nach einem Wochenplan einzukaufen oder nach reduzierten Lebensmitteln Ausschau zu halten.

Für Zuhause empfehlen sie, Essensreste und übrige Lebensmittel einzufrieren, zu teilen oder Reste besser zu verwerten. Zusätzlich gibt es in dem Flyer Tipps für die richtige Lagerung.

Lebensmittel liegen in einer Mülltonne. Bundesernährungsministerin Klöckner hat Verbraucher und Wirtschaft zu weiteren konkreten Schritten zum Eindämmen der Lebensmittelverschwendung aufgerufen. (Archivbild)

Mit ihrem Projekt nehmen die Gymnasiastinnen auch am Ideenwettbewerb „Mit Lebensmittelwertschätzung Schule machen“ des Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (Zehn) teil. Falls sie dort gewinnen sollten – die Gewinner werden im Juni 2021 bekannt gegeben – wollen sie das Preisgeld nicht für sich behalten, sondern spenden.

Dann könnten sich das Welternährungsprogramm und der Berliner Verein Restlos-Glücklich freuen, der sich mit kreativen und kostenlosen Bildungsangeboten für Kinder und Erwachsene für die Wertschätzung von Lebensmitteln engagiert. (zyp)

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