Warnung per App

Gymnasiasten als Jungunternehmer preisen Bobbycar mit Peilsender an

Das Siegerteam: Die Kiwi AG überzeugte mit (von links)Sebastian Kairat, Alexander Bleul, Hendrik Grebe, Dominik Henne, Sven Friedrich und Robin Warmuth. Es fehlt Leon Kuttler. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Uslar. Eltern wollen Spaß ohne Gefahr für ihre Kinder: An diesem Punkt setzte die Kiwi-AG der 20 Uslarer Gymnasiasten, die beim Management Information Game (MIG) mitmachten, an. Gastgeber war in diesem Jahr die Terex MHPS GmbH (früher Demag).

Die sieben Kiwi-Vorstände eröffneten ihre Produktpräsentation vor der Spiel-Jury mit einem Werbevideo, das zeigte, wie Kinder ohne Helm mit dem Bobbycar einen Hang hinab rasen und stürzen. „Unsere Antwort darauf ist ein Helmet Safety System“, warb der Kiwi-Vorstand.

Das Kiwi-Car ist mit einem GPS-Peilsender ausgestattet. Über eine kostenlose Handy-App werden die Eltern nicht nur gewarnt, wenn der Nachwuchs einen bestimmten Bereich verlässt. Das Rutschauto sperrt sich auch automatisch, wenn sich Fahrzeug und Helm mehr als drei Meter voneinander entfernen. Aus diese Weise wird ein Fahren ohne Helm unmöglich. Außerdem glänzt das Kiwi-Car unter anderem mit einer Bremse, einer ergonomisch geformten Rückenlehne, Geschwindigkeitsbegrenzung und LED-Leuchten.

Ein GPS-System, um den Standort der Kinder zu überwachen, hatten auch die Modelle der Motus AG und der Vois AG zu bieten. Die Aufgabe an die drei MIG-Teams ließ viel Fantasie zu: Gesucht war ein Rutschauto mit Bremse und ohne Motor.

Alle drei Schüler-Unternehmen präsentierten ihr Produkt souverän und hatten anschließend auf die meisten Nachfragen der Jury eine Antwort oder zumindest eine schlaue Ausrede. Nur in einem Punkt hielten sich die Jungunternehmer bedeckt: Was ihr Hightech-Spielzeug kosten soll, wollten sie nur im Kundengespräch verraten.

In der Jury saßen neben dem Uslarer Terex-Werksleiter Thomas Wiesmann weitere Vertreter von Unternehmen sowie Eltern der Gymnasiasten. Jedes Jurymitglied konnte pro Team bis zu sechs Punkte vergeben. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von zwölf Punkten setzte sich die Kiwi AG als Sieger durch.

Um ihr Unternehmen erfolgreich zu führen, mussten die Oberstufenschüler im Laufe der Woche eine Reihe von richtungsweisenden Entscheidungen treffen. Dabei sei es beispielsweise um Werbung oder die Führung und Ausbildung von Mitarbeitern gegangen, berichtete Spielleiter Dominik Koeppen. Am Tag nach der Produktpräsentation endete das MIG mit einer Hauptversammlung der drei Aktiengesellschaften.

Ein Endsieger wurde nicht ermittelt. „Die Erfahrung ist der größte Gewinn des Spiels“, sagte Koppen. Organisiert wurde das Management Information Game in Uslar von der Stiftung Niedersachsen-Metall. (shx)

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