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Neue Fahrzeughalle für Rettungsdienst in Bollensen für eine Million Euro

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Von: Jürgen Dumnitz

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Das Band ist zerschnitten: DRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Gerlach (von links) mit Leiterin Katja Dorn, Bürgermeister Torsten Bauer und dem Architekten Kai Zimmermann beim typischen Einweihungsritual.
Das Band ist zerschnitten: DRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Gerlach (von links) mit Leiterin Katja Dorn, Bürgermeister Torsten Bauer und dem Architekten Kai Zimmermann beim typischen Einweihungsritual. © Jürgen Dumnitz

Zehn Spezialfahrzeuge haben ab sofort einen geschützten Platz in der neuen, 24 mal 24 Meter großen, Fahrzeughalle der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bollensen. Der DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim hat dafür eine Million Euro bezahlt.

Bollensen - Rund 200 000 Euro zusätzlich hat der Austausch des Schluffbodens in Ufernähe des Rehbaches gekostet, sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Gerlach. Dadurch sei der Neubau gegenüber der Planung (800 000 Euro) nicht nur teurer geworden, es sei auch zu zeitlichen Verzögerungen gekommen, denn eigentlich sollte schon im vergangenen Sommer alles fertig sein, bestätigte Architekt Kai Zimmermann (Derental). Außerdem habe es Lieferprobleme bei bestimmten Bau- und Ausstattungsmaterialien gegeben.

Seit 2010 ist der DRK-Rettungsdienst in dem vom Kreisverband gekauften Gebäude untergebracht, das zuvor eine Volksbank-Filiale war. Für den Standort Bollensen habe man sich entschieden, weil von da aus die gesetzlich geforderte Erreichbarkeit von Rettungsteams an Einsatzstellen innerhalb von zehn Minuten gewährleistet sei.

Täglich ist rund um die Uhr ein Notarzt und ein Rettungswagen-Team (insgesamt vier Leute) in Bereitschaft. Ein zweites Rettungswagen-Team steht tagsüber zusätzlich von 7 bis 23 Uhr 16 Stunden zur Verfügung sowie ein Krankentransportwagen-Team jeweils von 10 bis 18 Uhr. Leiter der Rettungswache sind Katja Dorn und Thomas Koopmann.

Für eine optimale Notfallversorgung der Menschen im Uslarer Land (Insellage) müsse man aber noch einiges tun, hieß es kritisch bei der Einweihung im kleinen Rahmen. Wenn ein Rettungswagen im Einsatz sei, fehle ein zweites Fahrzeug mit Team.

Hinter den automatisch zu öffnenden fünf Rolltoren der neuen Halle stehen in der ersten Reihe die Rettungsfahrzeuge der Hauptamtlichen und in der zweiten Reihe die Fahrzeuge der DRK-Bereitschaft Solling (30 Ehrenamtliche) plus ein Gerätewagen. Und separat abgeteilt sind dahinter zur Bachseite hin Vorrats- und Lagerräume. Das DRK hat an der Bundesstraße in Bollensen das Haupt- und Ehrenamt zusammengeführt. In dem Ex-Bankhaus müssen, nachdem eine Mietwohnung freigeworden ist, noch Umbaumaßnahmen abgeschlossen werden, damit dann alle Räume gut von Rettungsdienst, Notarzt und der Bereitschaft genutzt werden können.

Vor dem Neubau der Halle musste ein altes Gebäude der Bank abgerissen werden, sagte Gerlach. Auf einem Teil des neuen Daches ist jetzt eine Fotovoltaik-Anlage montiert, die einen Teil des benötigten Stroms liefert. Und man hat Nistkästen für Schwalben an der rückwärtigen Hallenseite angebracht, weil Schwalben dort laut Beobachtungen gern nisten.

Uslars Bürgermeister Torsten Bauer lobte das Engagement des DRK-Kreisverbandes in der Region und dankte besonders allen Beteiligten im Rettungsdienst für die Einsatzbereitschaft und hohe Motivation. Die Rettungswache sei eine lebenswichtige Notfallversorgung und zugleich ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge für die Menschen zwischen Weser und Solling. (jde)

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