Handballspielgemeinschaft fordert Öffnung der Sporthallen in den Ferien

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Gymnasium-Sporthalle: Archivbild von der Fußbodensanierung im Sommer 2015.

Uslar. Die Handballspielgemeinschaft (HSG) Schoningen-Uslar-Wiensen fühlt sich an der Nase herum geführt. Grund: Obwohl der Landkreis ein Pilotprojekt für Uslar in Bezug auf die Feriennutzung der Sporthallen angekündigt hat, bekamen die Handballsportler eigenen Angaben zufolge plötzlich Probleme, in den Ferien wie gewohnt die Hallen zu nutzen.

Jörg Grabowsky, Vorsitzender des Stammvereins SC Schoningen, und Spielgemeinschaftsleiter Stephan Sielhorst berichten, dass es bereits in den Herbstferien Probleme gab, in die Hallen zu kommen und schließlich vom Landkreis für die Osterferiennutzung ein Bescheid ins Haus flatterte, die Reinigungskosten zu übernehmen.

In der Folge musste die HSG ein Ferienspaßangebot in eine Halle verlegen, für die nicht der Landkreis zuständig ist, und unter anderem mit den Herren zum Training nach Göttingen ausweichen. Grabowsky und Sielhorst sprechen davon, dass der Landkreis ohne Not ein Problem geschaffen habe, das zu Lasten der Vereine gehe. Das Reinigen der Halle bei Benutzung in den Ferien sei zum Beispiel überhaupt kein Problem für die HSG. Das könne sie selbst übernehmen.

HSG fordert Zusammenkunft

Daher schlägt die HSG vor, sich mit allen Beteiligten wegen der Problematik zu treffen und Vereinbarungen zum Beispiel wegen der Reinigung zu treffen. Hauptargument ist für die HSG, dass der Sport in den Ferien nicht pausiere, im Gegenteil.

Das sagt der Landkreis Northeim

Der Landkreis hat zwischenzeitlich einen „Runden Tisch“ zur Öffnung von Sporthallen in Ferienzeiten exemplarisch für Uslar für den 23. Mai einberufen. Auch die HSG hat eine Einladung erhalten. Dabei sollen auch Fragen der HSG erörtert werden, die noch offen sind. Grundsätzlich verweist der Landkreis auf die vom Kreistag für die Benutzung von Sporthallen während der Schulferien beschlossene Richtlinie. Danach sind zusätzlich entstehende Unterhaltungskosten wie zum Beispiel die Reinigung vom Veranstalter zu tragen, heißt es in einer Stellungnahme. Kreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer berichtet, dass dem Antrag der HSG vom 15. März entsprochen worden sei und die voraussichtlichen erforderlichen und extra gering gehaltenen Reinigungsstunden mitgeteilt worden seien. Die Kosten stünden aber erst nach Abschluss der Reinigung fest, „da es bei stark verschmutzten Sporthallen nicht selten zu einem erhöhten Reinigungsaufwand kommt“. 

Der Landkreis fordere eine schriftliche Bestätigung zur Übernahme der Reinigungskosten, da es in der Vergangenheit trotz mündlicher Zusagen vorgekommen sei, dass der Landkreis auf den Kosten sitzen geblieben sei. Bei der Reinigung von Sporthallen und Hallenböden sei viel zu beachten wie Hygienevorschriften, Forderungen der Arbeitssicherheit und des Arbeitsschutzes. Zudem gehe es darum, dass bei unsachgemäßen Anwendungen bestehende Gewährleistungsansprüche entfallen könnten. Niemeyer verweist auf einen Fall in Korbach-Waldeck, wo so gründlich geputzt worden sei, dass der Boden der Kreissporthalle komplett erneuert werden musste. Um haftungsrechtliche Streitigkeiten auszuschließen, die sehr kostspielig werden könnten, nimmt der Landkreis Northeim von einer Reinigung durch Dritte Abstand.

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