Stadt überlässt Verein Gebäude

Heimatverein Volpriehausen bekommt Hausrecht für das Kalibergbaumuseum

Uslar. Künftig soll der Heimatverein Volpriehausen nicht nur das Nutzungsrecht für das Kali-Bergbaumuseum an der Wahlbergstraße haben, sondern auch das Hausrecht.

Geregelt ist das in einem Vertrag zwischen der Stadt und dem Verein, dem die Mitglieder des Kultus- und Sozialausschusses in der Sitzung am Donnerstag einstimmig zustimmten.

Der Vertrag

Die Stadt überlässt dem Verein das Museum, das seit 30 Jahren besteht. Gleichzeitig verpflichtet sich der Verein, das Museum in der bewährten Art weiter zu führen. Auch um die Verkehrssicherungspflicht und die Straßenreinigung sollen sich die Mitglieder des Vereins kümmern, die Stadt will im Gegenzug den Winterdienst auf den öffentlichen Flächen sicherstellen.

Die Kostenaufteilung

Notwendige bauliche Veränderungen müssen mit der Stadt abgesprochen werden und werden je nach Haushaltslage im Einzelfall auch von der Stadt bezahlt. Schönheitsreparaturen und Pflege obliegen hingegen dem Heimatverein, ebenso wie anteilig (400 Euro pro Jahr) die Kosten für eine Ausstellungsversicherung. Sämtliche Nebenkosten des Gebäudes bezahlt hingegen die Stadt, heißt es in der Vereinbarung, die zum 1. Januar 2016 gültig werden soll.

Die Betriebsführung und Betreuung des Kali-Bergbaumuseums müssen die Mitglieder des Heimatvereins sicherstellen. Das sieht das vom Heimatvereins-Vorsitzenden Sven Freyer und von Uslars Bürgermeister Torsten Bauer noch zu unterschreibende Vertragswerk vor.

Die Vorgeschichte

In der Sitzung des Fachausschusses im alten Rathaus lobte Dirk Rackwitz von der Stadtverwaltung das Museum und die bisherige ehrenamtliche Arbeit der Helfer darin. Gleichzeitig sagte er vor der Abstimmung der Lokalpolitiker, dass der Vereinsvorstand dem Vertrag zustimmen werde. Vorausgegangen waren unter anderem Proteste aus Volpriehausen, weil die Stadt den bisherigen Mietvertrag aufgekündigt hatte.

Man sei mit dem Heimatverein seit Herbst 2014 wegen der vertraglichen Neuregelung im Gespräch gewesen, sagte Dirk Rackwitz. Diese Gespräche seien diesen Herbst fortgesetzt worden und mündeten in dem jetzt vorliegenden Vertrag, dem der Verwaltungsausschuss noch zustimmen muss.

Mehr Informationen zum Kali-Bergbaumuseum in Volpriehausen gibt es im Internet unter der Adresse www.volpriehausen.com.

Rubriklistenbild: © Dumnitz

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