Feuerwehr und Anlieger

Helfer ziehen in Vahle Pferd aus einem Graben

Uslar/Vahle. Ein Feuer und ein Tier in Not beschäftigten am Mittwochabend die Feuerwehren in Uslar und Vahle.

Die gute Nachricht: Das Feuer war durch einen aufmerksamen Beobachter weitgehend gelöscht worden. Das in einem Graben eingeklemmte Pferd wurde in einem gemeinschaftlichen Kraftakt gerettet.

Zunächst war die Uslarer Feuerwehr um 16.54 Uhr unter dem Stichwort Flächenbrand ins Industriegebiet an die Ernst-Reuter-Straße gerufen worden. Dort brannte aber kein Feld oder Ähnliches, sondern eine Altpapiertonne am Gebäude der TÜV-Station, berichtet Stadtbrandmeister Jörg Jacob.

Ein Mitarbeiter der in dem Hauptgebäude ansässigen Firma Bikeleasing hatte das Feuer mit einem Feuerlöscher soweit abgelöscht, schildert der Stadtbrandmeister. Die Feuerwehr löschte den Rest und kontrollierte das angrenzende Gebäude mit ihrer Wärmebildkamera. Denn laut Stadtbrandmeister Jacob war bereits die Folie der neuen Dämmung an dem Gebäude geschmolzen. Die Polizei gibt den Schaden mit 50 Euro an, die Ermittlungen zur unbekannten Ursache dauern an.

Die Uslarer Einsatzkräfte rückten wieder ab und zogen sich gerade im Feuerwehrhaus um, als sie erneut alarmiert wurden: Auf einer Wiese in der Nähe der Unterstraße in Vahle war ein Pferd in einem Graben eingeklemmt und kam allein nicht mehr raus, berichtet Jörg Jacob.

In einer gemeinschaftlichen Hilfsaktion gelang es, das Tier in 20 Minuten zu retten. Nach Angaben des Stadtbrandmeisters wurde die Böschung des Grabens mithilfe eines Frontladers abgeflacht, gemeinsam mit dem Eigentümer und weiteren Hilfskräften des Pferdehofes schafften es die Aktiven der Feuerwehr – vor Ort war die Ortswehr aus Vahle mit zehn Einsatzkräften – das Pferd zu befreien.

Jörg Jacob berichtet, dass breite Hebegurte zur Unterstützung eingesetzt wurden, mit denen das völlig geschwächte Pferd dann aus der misslichen Lage befreit werden konnte. Ein Tierarzt kümmerte sich sofort um das Pferd. Die Freude war groß, dass das Tier die Aktion bisher überlebt hat, zumal es mit 30 Jahren schon sehr alt ist.

Um 18.30 Uhr war der Einsatz beendet.  fsd

Rubriklistenbild: © Mark Baller/nh

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