Hilfe für bedürftige Kinder im Uslarer Land gesucht: Wer kauft Geschenke?

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Werben für Wünsch-Dir-Was: Matthias Riemer von der Region Uslar mit (von links) Anja Ilse und Nina Kunze vom Forum Kinderarmut des Diakonischen Werks sowie Jonas Meisel und Philipp Müller von der evangelischen Jugend.

Uslar. Machen Sie einem Kind aus dem Uslarer Land eine Freude! So werben Diakonisches Werk und Kirchenkreisjugenddienst für ihre Aktion „Wünsch Dir was!“, bei der diesmal 153 bedürftige Kinder zu Weihnachtsgeschenken verholfen wird.

Noch eine Woche ist Zeit, sich an der Aktion zu beteiligen, mit der im Uslarer Land seit fünf Jahren zur Weihnachtszeit benachteiligten Kindern eine kleine Freude bereitet wird. So stehen noch bis Freitag, 14. Dezember, zwei große Weihnachtsbäume in der Kreis-Sparkasse und in der Touristik-Information. Daran hängen Christbaumkugeln, in denen sich die Wunschzettel befinden.

Geschenke für 15 Euro

Die Bürger aus dem Uslarer Land sind aufgerufen, sich eine Kugel zu nehmen, und den Wunsch zu erfüllen. Beschenkt werden Kinder im Alter bis 14 Jahre. Pro Geschenk sind als Obergrenze 15 Euro angesetzt. Bisher sind schon jede Menge Wunschzettel abgeholt worden. „Es gibt inzwischen schon jede Menge Stammschenker,“ berichtet Matthias Riemer, Vorsitzender Wirtschaftsvereinigung Region Uslar, die die Aktion erneut vorbehaltlos unterstützt. Die vereinigten Geschäftsleute sind Kooperationspartner und garantieren dafür, dass keine Wünsche unerfüllt bleiben. Will heißen: Sollten sich wider Erwarten nicht genug Schenker finden, übernimmt das die Region und schafft die Geschenke an. Das ist aber erst einmal vorgekommen, zeigte sich Regions-Vorsitzender Riemer optimistisch, dass sich erneut für alle Wunschzettel Schenker in der Bevölkerung finden.

Eine große Hilfe war die evangelische Jugend, berichteten am Freitag Anja Ilse und Nina Kunze vom Diakonischen Werk: Die Gruppe mit neun jungen Leuten hat zum Beispiel bei der Essensausgabe der Uslarer Tafel Kinder auf die Wunschzettelaktion aufmerksam gemacht, alles weitere organisiert und die Wunschzettel in die Kugeln gepackt. Wichtig ist den Organisatoren auch die Information, dass die Bedürftigkeit überprüft ist.

Puppen und Autos

Was wünschen sich die Kinder denn? Am häufigsten tauchen echte Klassiker auf, berichten die Wünsch-Dir-Was-Organisatoren: Puppen bei den Mädchen und Autos bei den Jungs. Nach der Wunschkugelaktion werden die Kinder zur Bescherung eingeladen. Auch das wird von der evangelischen Jugend und vom Forum Kinderarmut des Diakonischen Werks vorbereitet und mit einem adventlichen Nachmittag gestaltet.

Unterstützt wurde die Aktion vom Diakonieladen Jacke wie Hose und von Jan Kaiser (Rewe-Märkte), der den großen Weihnachtsbaum für die in der Touristik-Information spendete. 

So wird es gemacht

Man nimmt sich eine Acryl-Kugel - Kugeln mit roten Bändern enthalten Mädchen-Wünsche, Kugeln mit blauen Bänder Jungen-Wünsche - von einem der beiden Weihnachtsbäume in der Kreis-Sparkasse und in der Touristik-Information, schreibt seinen Namen und seine Adresse auf den Spenderzettel und dazu die Nummer, die sich auf der Kugel befindet.

Dann wirft man den Zettel in die Box neben dem Baum. Danach liest man den Wunschzettel und beschafft das Geschenk (maximal für 15 Euro). Das kann auch beim Spielwarengeschäft Menge in Bodenfelde besorgt werden, mit dem eine Kooperation besteht.

Das Geschenk ist dann schön verpackt und mit seiner Nummer versehen bis zum 14. Dezember beim Diakonischen Werk (Kreuzstraße 10), in der Kreis-Sparkasse (Lange Straße 32/32) oder in der Touristik-Information (Altes Rathaus, Lange Str. 1) abzugeben.

Bei Fragen ist das Diakonische Werk von Montag bis Donnerstag von 10 bis 13 Uhr unter Telefon 05571-92410 zu erreichen.

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