Werks-Modernisierung

Ilse Technik investiert am Standort Uslar

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Moderne Bodengestaltung in den Produktionshallen: Nach und nach soll die Betriebsstätte Uslar der Firma Ilse Technik GmbH & Co. KG für eine Zertifizierung vorbereitet werden. Dazu gehört auch das optische Erscheinungsbild des Betriebes. Foto: JÜRGEN DUMNITZ

Uslar – Die Zertifizierung des Uslarer Betriebes hat man schon eine Zeit lang als Ziel vor Augen. Jetzt sind rund 1,5 Millionen Euro in die Modernisierung des Uslarer Betriebes der Ilse Technik GmbH & Co. KG investiert worden und seit einem Jahr arbeitet ein Qualitäts-Manager mit im Betrieb.

Laut Bodo Meyer, dem Betriebsleiter des Unternehmens, geht in den nächsten Tagen eine neue regenerativen Nachverbrennungsanlage für Lösemittel, die bei der Produktion in der Lackiererei anfallen, in Betrieb. Dafür sind laut Meyer rund 500 000 Euro ausgegeben worden.

Die Anlage, die unter einem Dach einer offenen Halle montiert ist, ist eine Art Katalysator zur Filterung der lösemittelhaltigen Abluft. Das sei nötig, weil man nach einer Zwischenphase doch wieder Nitro-Zelluloselacke verwende, die besser geeignet seien.

Dafür sei aber für die Umwelt-Standards die Verbrennungsanlage nötig. Stündlich werden der Anlage etwa 50 000 Kubikmeter Lackiererei-Abluft zugeführt. Die Anlage halbiere die Grenzwerte der Schwebstoffe dreimal und sei großzügig auch für Mehrbedarf ausgelegt. Investiert wurde auch in die optische Modernisierung der Produktionshallen. Die Ilse-Technik GmbH nutzt laut Meyer sechs der zwölf ehemaligen Werkshallen der Möbelfirma Ilse und beschäftigt 122 Mitarbeiter.

Ab November brauche man weitere Mitarbeiter, vornehmlich in der Metallverarbeitung. Ein Teil der Hallen auf dem Ilse-Gelände sei vermietet. „Wir nehmen auch so Geld ein“, sagt Meyer. Vergangenes Jahr sei ein Umsatz von 12,6 Millionen Euro erzielt worden (2017: zwölf Mio. Euro) „Seit fünf, sechs Jahren boomt das Geschäft mit Caravans und deshalb auch für uns“, freut sich Bodo Meyer. Die Ilse Technik GmbH beliefert fast alle namhaften Caravan- und Reisemobilhersteller in Deutschland und Europa unter anderem mit raffinierten Schwenk- und Klapptischen für die Innenausstattung. 2018 seien es 95 000 Einheiten gewesen.

Und weil der Trend im Caravaning zur Leichtigkeit geht, arbeite man seit einiger Zeit schon mit Aluminium statt Stahl. Dafür habe man bereits rund eine halbe Million Euro unter anderem in spezielle Automatik-Sägen und Schweißroboter (wir berichteten) investiert. In den nächsten fünf Jahren werde wohl die Hälfte der Produktion auf Aluminium umgestellt sein, meint Meyer.

So wie die Firma Ilse-Möbel einst damit warb, Europas größter Kleinmöbelhersteller zu sein, wirbt jetzt die Ilse Technik GmbH damit, führender Zulieferer von Tischen für den Privat- und Bürobedarf, TV-Haltern, Bettmechaniken sowie Caravan-Hersteller zu sein.

Die Caravan-Tische seien – wie die Couchtische des Unternehmens – leicht zu bedienen, mit raffinierter Technik versehen, praktisch, nicht schwer und zudem platzsparend. Dass das Stammunternehmen mit Sitz in Rees mit Geschäftsführer Arndt Vierhaus in Uslar investiere, sieht man als Standort- und Arbeitsplatzsicherung an, sagt Betriebsleiter Bodo Meyer.

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