Beratungen im Ausschuss und in den Fraktionen

In Uslar drohen höhere Gebühren für die Friedhöfe

Uslar. Die Bürger der Stadt Uslar und ihrer Ortschaften werden sich auf eine Reihe von höheren Gebühren für Bestattungen auf den Friedhöfen der Stadt einstellen müssen.

Wie hoch sie sein werden, steht allerdings noch nicht fest, weil die Fraktionen des Stadtrates den Vorschlag der Verwaltung erst noch in ihren internen Sitzungen beraten wollen.

Das Thema stand auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Bauausschusses, wurde nach dem Vortrag des Gebührenspezialisten Frieder Poitz (Schönbrunn in Sachsen) aber auf Antrag von Heidemarie Steingräber (Unabhängige Wählergemeinschaft) einstimmig in die Fraktionen verwiesen.

Poitz hatte die Kosten für die 14 städtischen Friedhöfe und die 16 Friedhofskapellen unter die Lupe genommen und eine Kalkulation für kostendeckende Gebühren in den drei Jahren zwischen 2018 und 2020 erstellt.

Der Friedhofsexperte lobte den Zustand der letzten Ruhestätten in Uslar. „Ich finde ihre Friedhöfe sehr in Ordnung.“ Allerdings gebe es sehr viele freie Flächen, die wegen des Trends zum platzsparenden Urnengrab nicht mehr benötigt würden. „Darauf sollte man schauen.“

Er schlug vor, die bisherige Nutzung eines Grabes von 30 auf 25 Jahren zu verkürzen. „Für viele Hinterbliebene wird die Pflege des Grabes zu einem Problem. Wir müssen an die Unterhaltskosten denken.“

Kostendeckung bei 56 Prozent

Derzeit beträgt die Kostendeckung auf den Uslarer Friedhöfen nach Darstellung von Petra Möhle von der Bauverwaltung der Stadt rund 56 Prozent. Niedersachsenweit liege der Durchschnitt bei etwa 60 bis 70 Prozent, sagte Poitz. Bei der Erhöhung von Gebühren dürfe man aber nicht nur die Kostendeckung sehen, sondern müsse auch berücksichtigen, was dem Bürger bei der Gebührenhöhe zuzumuten sei.

Auf Nachfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Wilfried Fischer sagte Poitz, bei Altverträgen wie den Kauf von Gräbern gebe es Bestandsschutz. Hier Beispiele für ins Auge gefasste Gebührenerhöhungen für Bestattungen auf städtischen Friedhöfen: • Urnen-Reihengrabstätte 1100 Euro (700 Euro), • Urnen-Rasengrabstätte 1200 Euro (1100 Euro), • Erd-Reihengrabstätte für Personen über acht Jahre 1600 Euro (alt: 1400 Euro), • Gebühr für das Abräumen von Grabstätten und baulichen Anlagen, so für Grabmale, Grabplatten und Einfassungen 170 Euro (250 Euro), • Trauerfeier in der Kapelle 250 Euro (150 Euro). (zhp) Foto:  Niesen/zhp

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