Ideale Bedingungen

Informationsmesse „Frühe Chance“ . Viele Ideen und Hilfen für Uslarer Kinder

Keativ: Am Stand der Grundschule Uslar probierten Stine (9) und Piet (6) hier mit der stellvertretenden Schulleiterin Inga Jörn-Weinreis ein Steckspiel aus, das viele Möglichkeiten bietet und die Geschicklichkeit fördert.

Uslar – Das Angebot zur Förderung frühkindlicher Bildung ist groß – so groß, dass selbst die Experten nicht alle Möglichkeiten kennen.

Dies zeigte sich am Sonntag bei der dritten Auflage der Informationsmesse „Frühe Chance“ für Familien mit Kindern bis acht Jahre.

Über 50 Aussteller waren vertreten und fanden in der Uslarer Sollingschule ideale Bedingungen, um sich auf einer Ebene zu präsentieren. Dabei nutzten sie nicht nur die Gelegenheit, sich den Besuchern vorzustellen, sondern knüpften auch untereinander Kontakte.

 „Die Messe ist gut zum Netzwerken“, sagte beispielsweise Logopädin Antje Siebrecht. Man könne sich mit Kollegen aus ähnlichen Bereichen über die Arbeit austauschen oder nur vom Telefon bekannte Personen auch persönlich kennenlernen. Auch für Eltern sei es gut, mit einem schon gehörten Namen nun ein Gesicht verbinden zu können.

Ähnlich sah dies Ergotherapeutin Iris Müller-Mengringhaus, die darüber aufklärte, dass Ergotherapie heute viel mehr ist als Basteln. Vertreten waren aus dem therapeutischen Bereich auch Physiotherapeuten.

An den Ständen gab es Informationen über Legasthenie, Rechenförderung, Frühförderung und Nachhilfe. Neben Kindertagesstätten und Tagesmüttern waren erstmals alle Grundschulen des Stadtgebietes dabei. Außerdem stellten sich Kinderschutzbund, Caritas, DRK, Familienzentrum, Forum Kinderarmut, Diakonieladen, Elterninitiative Inklusion, Arbeiter-Samariter-Bund, Hospizdienst, Augenoptiker, Lebenshilfe, Giftinformationszentrum, mehrere Krankenkassen und Sportvereine vor.

Der Landkreis war mit verschiedenen Fachdiensten wie der Familienberatungsstelle vor Ort. Einige Angebote waren sogar für Aussteller bislang unbekannt. So wussten mehrere nicht, dass der Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen auch für Kinder zuständig ist.

Dies sei durch den Namen nicht so ersichtlich, sagte Annegret Wehrmaker, die für die Außenstele Uslar zuständig ist. Neben Unterstützung für Kinder im Rollstuhl, gehe es beispielsweise auch um Kinder mit ADHS oder Entwicklungsverzögerungen. Montags von 8.30 bis 12.30 Uhr gibt es eine Sprechstunde des Stützpunktes im KVHS-Haus.

Erstmals war die Feuerwehr bei der Messe. Mit einem Puppenhaus erklärten die Brandschützer Kindern, was bei Feuer zu tun ist. Ein Publikumsmagnet war die große Ausstellung von Schulranzen. Außerdem gab es Fachvorträge, Sportangebote und Unterhaltung, für die unter anderem die Stadtbücherei mit Erzähltheater sorgte.

Zufrieden mit der Resonanz war Dirk Rackwitz von der Kultusabteilung der Stadt Uslar. Die aus der Initiative „Wir für alle“ entstandene Messe sei die einzige ihrer Art landkreisweit, sagte er. Schon jetzt gebe es Anfragen von bislang noch nicht vertretenen Ausstellern für die nächste Messe.  shx    " UNTEN

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