Modernisierungsoffensive

SC Schonungen setzt auf Investieren gegen die Krise

Projekt Zukunft: Die Kegelbahn wird renoviert. Sie gehört für (von links) SC-Kassenwart Kasten Teiwes, Hausmeister Georg Riemenschneider, Schriftführerin Lena Tesmar und den Vorsitzenden Jörg Grabowsky auch zum zukünftigen Sportangebot des SC Schoningen.
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Projekt Zukunft: Die Kegelbahn wird renoviert. Sie gehört für (von links) SC-Kassenwart Kasten Teiwes, Hausmeister Georg Riemenschneider, Schriftführerin Lena Tesmar und den Vorsitzenden Jörg Grabowsky auch zum zukünftigen Sportangebot des SC Schoningen.

Der SC Schoningen führt seine Modernisierungsoffensive auch in Corona-Zeiten fort.

Schoningen – Die Halle verschönert, die Gastronomie aufgerüstet und in digitale Technik investiert haben sie schon, jetzt wollen die Verantwortlichen des SC Schoningen auch noch die Kegelbahn erneuern und neue Spielgeräte für den Spielplatz anschaffen. Rund 180 000 Euro hat der Verein ausgegeben, um fit für die Zukunft zu sein.

„Wir wollen das Machbare ausreizen und gegen den Strom schwimmen“, sind sich Kassenwart Karsten Teiwes und SC-Vorsitzender Jörg Grabowsky einig. Jede Idee werde im Vorstand diskutiert, häufig auch kontrovers. Was die meisten Ideen und Vorhaben gemeinsam haben: Sie kosten Geld, das auch ein Verein mit immerhin gut 1300 Mitgliedern nicht hat.

Also habe man viele Förderanträge geschrieben. So sind rund 90 Prozent der Investitionen aus Landes- und Bundesmitteln, der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (N-Bank), aus Corona-Hilfen und weiteren Förderquellen generiert worden.

Tatsächlich beziehen sich die Investitionen auf einen Zeitraum von 2019 bis 2021, berichtet Karsten Teiwes, Kassenwart des SC. Seit 1989, als der ehemalige MTV Schoningen mit dem Tuspo Schoningen fusionierte, habe man nicht mehr so viel Geld in die Hand genommen.

Die Modernisierungsoffensive startete demnach vor gut zwei Jahren mit dem Kunstrasen-Mehrzweckfeld, der Tartanbahn und der Sanierung der vier Tennisplätze des Vereins. Insgesamt habe das Investitionsvolumen für 2019 bei über 71 000 Euro gelegen.

Im vorigen Jahr wurden „kassenwirksam“, das heißt ohne das ehrenamtliche Engagement einzuberechnen, rund 45 000 Euro unter anderem in den Mehrzweckraum, den Konferenzraum und die Büros sowie in den Geräteraum und die Umkleidekabinen investiert. Obwohl auch die Gastronomie in der vereinseigenen Halle Corona-bedingt schließen musste, gab es 400 neue Stühle und 20 neue Tische für den möglichen Ansturm danach.

Fans und Fußballer des Vereins sollen nach dem Lockdown auch von einer renovierten Tribüne und zwei neuen Spielerkabinen auf dem Sportplatz am Anger profitieren.

Im laufenden Jahr steht die Renovierung der Kegelbahn auf dem Terminkalender. Inklusive weiterer Projekte sollen dann Ende 2021 weitere 64 000 Euro an Investitionen zu Buche stehen. Aktuell erleben die Mitglieder den Verein in erster Linie durch sein digitales Angebot an Sportkursen im Internet. Die digitale Präsenz will man sich für die Zukunft erhalten, sagt Jörg Grabowsky, und ein hybrides Sportangebot vorhalten.

Dank neu angeschaffter Übertragungstechnik können Sportkurse dann live in der Halle stattfinden und zeitgleich exklusiv für Mitglieder ins Internet übertragen werden. Damit komme man zum Beispiel Mitgliedern entgegen, die nicht mehr hier wohnen oder gerade auf Dienstreise sind und im Hotelzimmer mitmachen wollen, beschreibt es der SC-Vorsitzende.

Die Initiative ist Teil des Zukunftsprogramms des Vereins. Dazu gehören nicht nur Investitionen in die Infrastruktur der Sportanlagen und der Gastronomie, sondern auch junge Gesichter wie das von Lena Tesmar als designierte neue Schriftführerin, die die Neuausrichtung koordinieren soll.

Wie die aussehen wird, das bestimmen unter anderem 21 Projektgruppen, die sich mit der Zukunftsplanung beschäftigen. Das Ziel ist ambitioniert: „Der SC Schoningen will sich neu erfinden“, sagt Vorsitzender Jörg Grabowsky. Gudrun Porath

Wurde modernisiert: Der Konferenzraum des SC Schoningen.

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