Stellenabbau

Kampf um Arbeitsplätze bei der Demag in Uslar hält an

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Demag: Der neue Betriebsratsvorsitzende Norbert Wehrhahn (von links), Schriftführerin Martina Neupert und der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Karsten Rojahn.

Uslar. Die Demag in Uslar hat mit Norbert Wehrhahn einen neuen Betriebsratsvorsitzenden und in den Verhandlungen mit der Geschäftsleitung wegen des angekündigten Abbaus von 100 Arbeitsplätzen bisher erreicht, dass es derzeit nicht mehr um 100 Arbeitsstellen geht, die gestrichen werden sollen, sondern weniger.

Der neue Betriebsratsvorsitzende des Motorenwerks in Uslar wollte aber mit Rücksicht auf die Verhandlungen, die am 8. und 30. Mai fortgesetzt werden, weiter keine Details nennen. Ziel aus Sicht des Betriebsrates ist, wie ihr Verhandlungsführer Manfred Zaffke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Südniedersachsen-Harz, immer wieder bekräftigt, dass es zu keinen betriebsbedingten Kündigungen komme.

Ziel: Neue Arbeitsplätze

Zudem arbeite man sehr hartnäckig daran, neue Arbeitsplätze zu gewinnen. Dabei gehe es hauptsächlich um Insourcing, also die Wiedereingliederung von zuvor ausgelagerten Prozessen und Funktionen. Fakt sei, so betonte Wehrhahn, dass der Konecranes-Konzern, zu dem die Demag gehört, an seinen Plänen festhalte, die Großserien-Motoren-Produktion von Uslar nach Estland auszulagern.

Den Betriebsrat ärgert in dem Zusammenhang vor allem, dass der Betrieb nicht einmal die Chance bekomme, sich dem Wettbewerb gegenüber Estland zu stellen, sagte Wehrhahn: „Wir hätten eine Chance, können es aber nicht beweisen.“

Großes Lob kommt von Wehrhahn und seinen Kollegen vom Betriebsrat für alle Mitarbeiter. Die Mannschaft bringe trotz des drohenden Arbeitsplatzabbaus volle Leistung und habe mit ihren Aktionen, mit denen sie die Verhandlungen begleitet haben, großen Eindruck auf der Arbeitgeberseite hinterlassen.

Breite Zustimmung

Außerdem sorgten die Mitarbeiter bei der Betriebsratswahl für deutliche Signale: Die breite Zustimmung für das Betriebsratsteam mache deutlich, dass die Arbeit im Betriebsrat anerkannt werde, sagte Wehrhahn. Er ist nach der Wahl aus dem Kreis der Betriebsräte zum Vorsitzenden und damit zum Nachfolger von Martina Neupert gewählt worden. Neupert ist jetzt Schriftführerin. Zum Stellvertreter von Wehrhahn wurde Karsten Rojahn gewählt.

Arbeitsteilung im Betriebsrat

Die drei hatten sich auch bisher schon die Arbeit aufgeteilt und wollen das zumindest für die Zeit der Verhandlungen weiter so handhaben.

Karsten Rojahn machte zu den Auswirkungen des Stellenabbaus deutlich, dass ein Stellenabbau im Umfang von 100 Arbeitsplätzen dazu führen werde, dass der Standort Uslar nicht mehr wirtschaftlich arbeiten könne. Und das könne nur negative Folgen haben. (fsd)

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