Bauausschuss

Entscheidung über ortsbildprägende Kastanie in Bollensen vertagt

Rosskastanie auf dem Platz am Rehbach: Möglicherweise muss der Baum in Bollensen gefällt werden, damit die Kanalleitung erneuert werden kann.
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Rosskastanie auf dem Platz am Rehbach: Möglicherweise muss der Baum in Bollensen gefällt werden, damit die Kanalleitung erneuert werden kann.

Der Bauausschuss will vor einer Entscheidung über den Baum am Rehbach in Bollensen erst den Ortsrat fragen.

Bollensen - Soll die rotblühende Rosskastanie am Rehbach in Bollensen gefällt oder gerettet werden? Vor dieser Frage stehen die Stadt Uslar und ihr Ortsteil Bollensen, wenn die Brücke über den Rehbach und die Ufermauern des Bachs im Verlauf der Straße Hirtensteg erneuert werden.

Der Bauausschuss der Stadt wollte in seiner Sitzung in der Rathaushalle noch keine Entscheidung treffen.

Zunächst sollen der Ortsrat und die Fraktionen beraten. Anschließend soll die Entscheidung über den Verwaltungsausschuss und den Stadtrat getroffen werden, empfahl der Bauausschuss schließlich.

Nach den Worten von Bauingenieur Diethelm Breker stellt der ortsbildprägende Baum für die in diesem Bereich verlaufende Kanalleitung ein „echtes Problem“ dar.

Denn er hat den Kanal inzwischen durchwurzelt. Außerdem könnte die Sanierung des Uferbereichs nur erfolgen, wenn in den Wurzelbereich des Baums eingegriffen wird. Deshalb wäre eine Variante die Fällung des Baumes, eine Ersatzpflanzung und die Erneuerung des Kanals. Diese Maßnahme würde rund 30 000 Euro kosten. Die zweite Variante wäre der Erhalt des Baumes und die Erneuerung des Kanals mit einer Verlegung des Kanals beziehungsweise Erneuerung des Kanals. Dabei würden je nach Variante zwischen 50 000 und 56 000 Euro Kosten anfallen.

Auch wenn dieser Weg gewählt würde, gebe es keine Garantie für den Erhalt der Kastanie, weil Kastanien auf Eingriffe im Wurzelbereich empfindlich reagieren würden.

Artur Görder (SPD) sprach sich für den Erhalt des Baumes ein. Wenn Ersatz gepflanzt werden müsste, sollten es mindestens zehn Bäume sein. Nur so könne der Verlust fürs Klima durch das Fällen des circa 30 Jahre alten Baumes ausgeglichen werden.

Thomas Becker (CDU) äußerte sich ähnlich: „Ein Baum als Ersatz reicht nicht aus.“ Er schlug vor, sich noch mit Fachleuten zu beraten, wie der Baum am besten gerettet werden kann. (zhp)

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