Erstmals zum Auftakt

Kirmes in Schönhagen startet mit Biertest

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Der erste Durchgang: Carolin Reuter (stehend, rechts) vom Organisationsteam servierte den Gästen in der Mehrzweckhalle das Bier zum Probieren. Insgesamt wurden von den 115 Gästen fünf unterschiedliche Biersorten getrunken.

Schönhagen. Zum Auftakt der Kirmes in Schönhagen hat sich der Spielmannszug etwas Besonderes einfallen lassen: ein Bier-Tasting. Neben fünf Sorten spielte auch Luther eine Rolle. 

Die neue Idee vom Spielmannszug für den Kirmesabend in Schönhagen kam gut an. Das Bier-Tasting unter dem Motto „Von Luther bis heute“ lockte 115 zahlende Gäste in die Mehrzweckhalle des Ahledorfes. Mit einem Kirmestanz hätte man nicht so viele Gäste gehabt, hieß es einmütig. Neben fünf verschiedenen Biersorten gab es unter anderem auch ein Treberbrot, das die örtliche Bäckerei Götze extra für die Dorfkirmes gebacken hatte. Als Moderatoren gaben Daniel Utermöhle und der im Dorf lebende Braumeister Volker Heimann viel Wissenswertes über das Bier preis. Und passend zum Luther-Jahr spielte auch der Kirchenmann eine Rolle dabei. Vom Biertrinker Luther stammt laut Utermöhle auch das Zitat „Wer kein Bier hat, hat nichts zu trinken“.

Wussten ziemlich viel über Bier: Die Moderatoren Daniel Utermöhle (links) und Braumeister Volker Heimann.

Fünf Biersorten im Test

Ganz anders war es für die Gäste in der nett geschmückten, eingedeckten und gemütlich beleuchteten Mehrzweckhalle. Die kurzweiligen Vorträge von Utermöhle mit fachkundigen Ergänzungen durch den Diplom-Braumeister wurden durch Verköstigungen von insgesamt fünf verschiedenen Biersorten unterbrochen. Die ausgewählten Biersorten passten jeweils zu den von den Moderatoren angesprochenen Epochen.

Utermöhle berichtete unter anderem über das Brauen im Mittelalter, wagte einen Blick ins biertrinkende Ausland und den stetigen Wandel und beschrieb den Siegeszug des Bieres rund um die Welt.

Sehr gesund: Treberbrot

Das Treberbrot sei sehr gesund, hieß es, weil es arm an Kohlenhydraten sei und Aminosäure und Mineralstoffe enthalte, die die Verdauung fördern. Vor 4000 Jahren wurde Bier unterschiedlich hergestellt und sorgte mitunter auch für gesundheitliche Probleme. Deshalb sei es dann 1516 auch zum Reinheitsgebot gekommen, das in Deutschland immer noch gilt.

Mönche und Nonnen sorgten im Laufe der Geschichte durch Forschungen und Experimente für neue Erkenntnisse. Unter anderem erkannte Hildegard von Bingen die keimhemmende Wirkung von Hopfen und Bier. Das Fastenbier galt einst als nahrhaft und kalorienreich zur oft kargen Kost. In Einbeck habe es im Mittelalter rund 700 Braustätten gegeben, wusste Utermöhle.

Herzhaftes und Gespräche

In der Mehrzweckhalle gab es neben Bier und Brot auch verschiedene herzhafte Wurstsorten zu essen. Und viele Begriffe aus der Bierherstellung von der Stammwürze über Unter- und Obergärigkeit bis hin zur Hefetrübung wurden an den Tischen in angenehmen Gesprächsrunden diskutiert. Heute seien vor allem Craftbiere im Trend, hieß es. Und: Handwerklich hergestellte Biere würden zunehmend beliebter.

Die Idee zum Bier-Tasting kam von Daniel Utermöhle, André Riedel hatte sich das Drumherum ausgedacht. „Das Konzept ging auf“, freute sich Carolin Reuter vom Organisationsteam des gastgebenden Spielmannszuges.

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