Initiative zu mehr Klimaschutz

Klimaschutzmanager: Solarenergie-programm für Uslar

Uslar. Bis 2030 soll die Stadt Uslar klimaneutral werden – spätestens. So steht es im 2016 vom Stadtrat beschlossenen Klimaschutzkonzept. Doch der Weg dorthin ist lang. „Wir müssen mehr tun“, sagt der Klimaschutzmanager der Stadt Uslar, Nils Ritter-Fiebekorn. 

Der Klimaschutzmanager will beim Thema Solaranlagen ansetzen und hat dazu ein 100-Sonnendächer-Programm für Uslar entwickelt. Unter dem Motto „Dat mut KACHELN“ wollen die Stadt Uslar und die Stadtwerke Uslar GmbH private Hauseigentümer motivieren, Solaranlagen auf ihren Häusern zu installieren. In der Vergangenheit ist in Sachen Fotovoltaik zwar schon einiges geschehen. Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Adolph gibt es aktuell 565 Anlagen in der Kernstadt und den Dörfern. Doch mit der sinkenden Förderung für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom wurde zuletzt weniger investiert.

Derzeit liegt der Soloaranteil am Uslarer Strommix bei 33 Prozent. Das lasse sich noch deutlich steigern, so Ritter-Fiebekorn. Strom vom eigenen Dach sei nicht nur umweltfreundlich, sondern eine attraktive und geförderte Geldanlage mit sechs bis zwölf Prozent Rendite, wirbt er. Bürgermeister Torsten Bauern steht hinter der Werbeaktion und verweist auf den technischen Fortschritt. So seien heute auch Anlagen auf Dächern mit Nordwest-Ausrichtung möglich.

Der Bürgermeister bietet Unterstützung durch die Stadt bei Themen wie dem Denkmalschutz an. Außerdem verweist er auf die Kompetenz und Möglichkeiten der Stadtwerke, die selbst auch Anlagen bauen und betreiben. Bauer: „Das zeigt einmal mehr, wie wichtig die Eigenständigkeit der Stadtwerke in Uslar ist.“

Weil der Einspeisepreis für Strom nicht mehr so hoch ist, empfehlen die Stadtwerke und Klimamanager Hausherren grundsätzlich Anlagen, die dem Stromverbrauch im Haus entsprechen. Für den konkreten Einzelfall soll das 100-Sonnendächer-Programm individuelle Beratung durch den städtischen Klimaschutzmanager oder die Stadtwerke Uslar GmbH bieten.

Dazu zählen kostenlose Tipps zur Umsetzung, Finanzierung, Förderung und Wirtschaftlichkeit. Passend zum Motto „Dat mut KACHELN“ soll es für alle Hausbesitzer, die mitmachen, ein weithin sichtbares Dankeschön in Form einer Sonnenkachel geben. Dabei handelt es sich um einen Betonstein, den ein lokaler Künstler nach persönlicher Vorliebe der Hausbesitzer gestalten wird. Die Sonnenkachel kann am Haus oder auf dem Weg dorthin angebracht werden.

Wer über eine Solaranlage auf dem eigenen Dach nachdenkt, kann sich in Sachen Beratung bei Klimanager Ritter-Fiebekorn und den Stadtwerken melden. shx Archivfotos: Jürgen Dumnitz/Kristina Bäthe/Stadt Uslar/

Kontakt: Klimamanager, Tel. 0 55 71/30 71 03; Stadtwerke Telefon 0 55 71/9 25 90.

Rubriklistenbild: © Foto: Bundesverband Solarwirtschaft

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