Überprüfung 

Klimaturm im Erlebniswald Schönhagen steht sicher

Schönhagen – Der Klimaturm im Erlebniswald bei Schönhagen steht schon 20 Jahre lang und die Tragkonstruktion wurde jetzt zum zweiten Mal nach 2012 stichprobenartig untersucht. Der Turm ist 40 Meter hoch und 1999 ausschließlich aus Lärchenholz und verzinktem Stahl in Skelettbauweise errichtet worden.

Philip Petersen von der Firma SHL Ingenieure GmbH (Hannover) hat das Bauwerk einschließlich Treppen und Geländer Anfang April in Augenschein genommen und dabei auch neuralgische Punkte an Verbindungen und Verstrebungen überprüft.

Seine Stellungnahme nach der statisch-konstruktiven Prüfung hat er jetzt an die Stadt Uslar geschickt, die den Auftrag erteilt hatte. Die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Northeim hat den Verein Erlebniswald zu der technischen Überprüfung aufgefordert, sagte Heinrich Sielhorst vom Vorstand.

Aus dem Büro des Bürgermeisters der Stadt hieß es auf Nachfrage: „Der Turm ist tragsicher und darf weiterhin betreten werden“. In der neunseitigen Stellungnahme beschreibt Petersen, dass es ihm bei der Prüfung etwa um die Bewertung der Holzteile (Feuchteschäden, Rissbildung, Schädlingsbefall) sowie mögliche Korrosion an den tragenden Stahlbauteilen ging. Feuchteansammlung oder Schädlingsbefall seien nicht erkennbar gewesen und die gemessene Holzfeuchte sei unbedenklich.

Laubansammlungen an Engstellen bei Verstrebungen seien aber ausgemacht worden. Das sollte stets umgehend entfernt werden. Festgestellt wurden zudem leichte, oberflächliche Roststellen an einzelnen Stellen der feuerverzinkten Stahlbauteilen, die aber als unbedenklich eingestuft wurden.

Die Weltausstellung Expo 2000 in der Landeshauptstadt Hannover stand vor 19 Jahren unter dem Motto der Nachhaltigkeit. Der Erlebniswald mit Klimaturm, Erdhöhle & Co. war damals eines der dezentralen Projekte.

Nach der Prüfung vor sieben Jahren hieß es vom SHL-Geschäftsführer Prof. Dr. Martin Speich, dass der Turm „tipptopp“ in Ordnung sei. Das Bauwerk sei einst gut konstruiert und viele Feinheiten sehr gut bedacht worden. Damit seien richtig geschnittene Tropfkanten am Lärchenholz, die Abdeckung aller waagerecht verarbeiteten Holzteile und genügend Abstand an den Holz-Metall-Verbindungen gemeint.

Den Entwurf für den Turm lieferten der damalige Student Stefan Feuerstein, Architekt war Prof. Dr. Armin Troiber (beide Buxtehude), errichtet wurde der Turm im Herbst 1999 von einer Firma aus dem Emsland. 227 Holzstufen führen innerhalb der Holz- und Stahlkonstruktion teils bis über die Baumwipfel hinweg. In den vergangenen Jahren dürften nach Schätzungen aus dem Verein Erlebniswald über 20 000 Menschen auf den Klimaturm mit schönem Blick ins Ahletal gestiegen sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.