Vorstellung

Historischer Bauerngarten in Uslar bietet viel Neues

Grüne Oase: Hanna Reiche (von links), Ernst-Otto Menshausen, Waltraud Pfeilsticker und Anne Sobotta gehören zum Planungsteam für den Bauerngarten in Uslar. Im Hintergrund ist der neue Zaun zu sehen.
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Grüne Oase: Hanna Reiche (von links), Ernst-Otto Menshausen, Waltraud Pfeilsticker und Anne Sobotta gehören zum Planungsteam für den Bauerngarten in Uslar. Im Hintergrund ist der neue Zaun zu sehen.

Das ökologische Netzwerk hat den historischen Bauerngarten in Uslar auf Vordermann gebracht.

Uslar – Das kalte Frühjahr hat zwar die Vegetation ausgebremst. Doch jetzt färben Mohnblüten, Akelei und Flieder den Historischen Bauerngarten in Uslar endlich bunt. Aber nicht nur darum lohnt sich ein Besuch des Gartens, der unterhalb der alten Stadtmauer mitten in der Innenstadt liegt. In den vergangenen Monaten hat das knappe Dutzend ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer des ökologischen Netzwerkes trotz Corona vieles neu geschaffen und repariert.

Der alte marode Zaun wurde durch einen 48 Meter langen neuen Holzzaun und 35 Meter Stabmattenzaun ersetzt. Es gibt jetzt eine Gartenhütte, und Beete wurden neu angeordnet. Bereits vor zwei Jahren hat man alle Wege neu mit Kies belegt. Nach der langen Regenpause steht aktuell die Beetpflege im Vordergrund, und für das neue Jahresthema „Die Kräuterschätze der Hildegardismedizin“ kommen passende Pflanzen in die Erde.

Überlegt und vorbereitet hat all dies das Planungsteam mit Waltraud Pfeilsticker, Hanna Reiche und Anne Sobotta sowie Ernst-Otto Menshausen. Letzterer war als Bauexperte für Zaun und Gartenhütte zuständig, hat die Arbeiten geplant und mit Unterstützung von Fachfirmen umgesetzt. Möglich war dies laut Dr. Margrit Schlichting-Partikel, die Vorsitzende des Ökologischen Netzwerkes ist, durch die Großspende einer Uslarerin im Jahr 2020. Durch weitere Spenden konnte man insgesamt 14 500 Euro investieren.

Das sei umso wichtiger, da in der Coronazeit öffentliche Veranstaltungen des Netzwerkes und damit weitere Spenden fehlten, berichtet Schlichting-Partikel. Doch die Coronazeit hatte auch positive Aspekte. Das Bauerngartenteam registrierte im Sommer 2020 eine deutliche Zunahme an Besuchern. Diese hätten sich sehr für das Themenbeet „Frankfurter grüne Soße“, wo die dafür nötigen sieben Kräuter wachsen, interessiert, heißt es. Das galt auch für die Gartenführungen mit Dr. Friederike Kaiser. Das Themenbeet mit den Zutaten für die Grüne Soße ist immer noch zu sehen.

Auf Vorschlag von Waltraud Pfeilsticker kommt ein neues „Teebeet“ hinzu, wo zum Beispiel griechischer Bergtee zeigen soll, dass es mehr gibt als Pfefferminztee. Außerdem will man noch mehr schmetterlingsfreundliche Gewächse pflanzen.

Zusammen mit Anne Sobotta kümmert sich Hanna Reiche gerade um die Schilder für das neue Jahresthema. Überall im Garten wachsen Pflanzen, die Hildegard von Bingen als heilkundige Universalgelehrte schon vor 1000 Jahren schätzte. Damit Besucher sie erkennen, wird auf den Täfelchen mit kurzen Erklärungen zu den Pflanzen ein Bild der heilkundigen Universalgelehrten zu sehen sein. Zusätzlich wird ein Beet mit Pflanzen, die auch in einem Hildegard-von-Bingen-Garten wachsen würden, angelegt. Dort sollen heute eher unbekannte Pflanzen wie Tausendgüldenkraut, Galgant, Weinraute und Bärwurz zu sehen sein. Kornelia Schmidt-Hagemeyer

Schleimlösend: Dr. Margrit Schlichting-Partikel weiß viel über die Arzneipflanzen im Garten. Sie zeigt Andorn, aus dem man Saft gegen Husten gewinnen kann.

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