Kreuzung Wiesenstraße/Alleestraße

Kreistag stimmt dem Kreisel für Uslar zu

Uslar/Northeim. Nach langen Debatten steht fest: Uslar bekommt an der Kreuzung Wiesenstraße/Alleestraße doch einen Kreisel. Das hat der Northeimer Kreistag in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Für geschätzt 3,7 Millionen Euro soll ein so genannter „überfahrbarer“ Kreisverkehrsplatz“ entstehen, der gegenüber der ursprünglich geplanten Variante nun allerdings leicht in westliche Richtung verschoben gebaut werden soll.

Bereits im Juni 2017 hatte sich der Ausschuss für Bau, Umwelt und Regionalplanung mit der zukünftigen Gestaltung der Kreuzung befasst. Die damals vorgesehene Kreiselvariante wurde aber auch wegen der hohen Kosten nicht umgesetzt. Es folgte stattdessen eine Abstimmung mit der Stadt Uslar zur jetzt beschlossenen Variante. Dieser hat Mitte August auch der Fachausschuss des Landkreises zugestimmt (HNA berichtete).

Hochwasserschutz

Neben dem Mini-Kreisel beinhaltet das Konzept auch Hochwasserschutz. Zudem soll die Sohnreystraße nicht zu einer Einbahnstraße umfunktioniert werden, wie zwischenzeitlich geplant war. Allerdings wird die Sohnreystraße auch nicht an den Kreisverkehr angeschlossen.

Der Mini-Kreisel soll einen Durchmesser von 22 Meter haben. Die Fahrbahn wird sechs Meter breit und die überfahrbare Mittelinsel zehn Meter groß. Da die Fläche nicht ebenerdig ist, soll sie laut Plan etwas angehoben werden. Dadurch wird sich auch der Durchlass des Martinsbaches auf 58 Meter verlängern. Hochwasser soll auf diese Weise künftig verhindert werden.

Die Baukosten für den überfahrbaren Kreisel, mit dessen Bau nach Stand der Dinge nicht vor 2020 zu rechnen ist, werden vom Landkreis auf etwa 3,7 Millionen Euro geschätzt. Nach Abzug der erwarteten Fördermittel werde mit einem Eigenanteil von 1,3 Millionen Euro gerechnet, meldet der Landkreis in einer Pressemitteilung. Die Stadt Uslar werde sich wegen der Hochwasserproblematik im Kreuzungsbereich an den Baukosten beteiligen. Über die genaue Aufteilung der Kosten muss noch gesprochen werden.

Der Landkreis will die Planungen nach dem Kreistagsbeschluss nun fortführen und auch das Grundstück „Wiesenstraße 1“, das für den Bau des Mini-Kreisels gebraucht wird, erwerben. (shx)

Rubriklistenbild: © Foto: Ingenieurbüro Lühning/nh

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