Bauarbeiten

Kupferhammer in Uslar wird Großbaustelle

Gesetzte Markierung ist gerissen: Diese Mauer verschiebt sich seit Jahren.

Im Uslarer Stadtgebiet steht die nächste Straßen-Großbaustelle an. Ab Montag, 29. Juli, wird der untere Bereich des Kupferhammers voll gesperrt. 

Zunächst geht es um die Neuverlegung des Regenwasserkanals, und danach steht der Abbruch der alten Stützmauer zur Bundesstraße 241 an der Auschnippe an. 

Spätestens ab Mitte September soll dann die Auschnippe zum Kupferhammer hin halbseitig abgesperrt werden, damit im Baustellenbereich sicher gearbeitet werden kann. Das bedeutet für Verkehrsteilnehmer wieder Umwege bis zum Abschluss der Bauarbeiten an der Stützmauer und dem Gehweg bis voraussichtlich Ende Mai des nächsten Jahres.

Vorgesehen ist für die Baustelle unter der Regie der Stadtverwaltung, dass der Verkehr aus Richtung Bahnhofstraße/Wolfhagen bei einer Einbahnregelung Richtung Kreisel Zur Schwarzen Erde/Wiesenstraße/Sohlingen geleitet wird. Verkehrsteilnehmer aus Richtung Sohlingen müssen dann eine Umleitung über die Wiesenstraße und Alleestraße bis zur Einmündung in die Bahnhofstraße (B 241) in Kauf nehmen.

Die Buntsandsteinmauer an der Kupferhammer-Böschung wurde in den 1930er- Jahren gebaut. Von wem, ist nicht so richtig klar, hieß es in einem Gespräch mit Uslars Bürgermeister Torsten Bauer und den beiden Baumanagement-Mitarbeitern Volker Mäder und Diethelm Breker.

In den vergangenen Jahrzehnten rutschte sie immer weiter ab, wie an Testmarkern zu sehen ist. Das wurde auch nicht durch eine seit Jahren geltende Einbahnregelung im unteren Stück des Kupferhammers und die Kürzung der Hecke aufgehalten.

„Von der 95 Meter langen Mauer bleibt nichts mehr übrig“, sagt Volker Mäder. Die werde ab Oktober von der Beverunger Firma Nolte komplett abgerissen und vor Ort durch eine Beton-Stützwand ersetzt.

Diese soll bis zu 4,50 Meter hoch und wesentlich stabiler und damit belastbarer werden. In der Bauart soll sie der 2006 errichteten Stützmauer ein Stück weit oberhalb des Kupferhammers angepasst werden. Wenn die neue Stützmauer steht, sollen der Rad- und Fußweg neben der Bundesstraße wieder hergestellt werden, und zum Abschluss erhalte ein 130 Meter langes Teilstück des Kupferhammers, das zuvor von Grund auf neu aufgebaut wird, eine neue Asphaltschicht.

Vorgesehen ist, dass die etwas verbreiterte Straße nach der Erneuerung – wie früher – wieder in beiden Richtungen befahrbar ist und auch der Gehweg eine vernünftige Breite (1,50 Meter) hat, sagt Mäder, der mit seinem Kollegen die Baustelle betreut.

Im Ablauf eingeplant ist eine dreimonatige Winterpause. Mäder rechnet damit, dass bis Ende Mai der Bereich Auschnippe wieder freigegeben werden kann und bis Ende September auch der Kupferhammer keine Baustelle mehr ist.

Die Baukosten gibt die Bauabteilung der Stadt mit einer Million Euro an. 850 000 Euro davon zahlt die Stadt Uslar, 150 000 Euro zahlt der Abwasserbetrieb der Stadtwerke wegen der Erneuerung des Kanalnetzes.

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