Der lange Weg des Bieres: Von der Produktion bis in den Versand - Video

Uslar. Wissen, wie es gemacht wird: In einem Rundgang durch die Uslarer Brauerei Bergbräu haben wir uns angeschaut, wie Bier gebraut wird.

Mit Bollerwagen und Bier ausgerüstet ziehen an Christi Himmelfahrt Feierlaunige durch die Natur und feiern den Vatertag.

Die Bierbrauerei Bergbräu in Uslar ist bestens für den Feiertag vorbereitet, wie Braumeister Volker Heimann sagt. „Das Bier lagert in einigen Tanks, der größte Teil reift aber in der traditionellen Flaschenreifung nach“, erklärt Heimann. In einem Rundgang hat er uns gezeigt, wie Bier gebraut wird.

1. Sudhaus:

In der Maischepfanne wird Malz mit Wasser erhitzt.

Im Sudhaus beginnt die Reise des Bieres. In einer Maischpfanne wird Malzschrot mit 60 Grad heißem Wasser erhitzt. Damit wird die Stärke des Korns in Zucker umgewandelt. Es entsteht die sogenannte Würze. Die Maische wird dann in einen Läuterbottich gepumpt. Dort wird wie bei einem Filter der Malzzucker herausgewaschen. „Beim Abläutern wird die Würze von den unlöslichen Rückständen des Malzkornes getrennt und in die Würzepfanne geleitet“, beschreibt Heimann den Vorgang.

In der Würzpfanne wird Hopfen zugegeben und circa 75 Minuten lang bei 100 Grad Celsius gekocht. Grobe Rückstände im Sud werden in einem „Whirlpool“ mittig aufgefangen und herausgefiltert.

2. Gär- und Lagerkeller:

Im Gärbecken produziert Hefe im Sud bei 10 Grad Alkohol.

Über kühlende Rohre gelangt die Würze in den Gärkeller, wo sie in einem Becken mit Hefe vermischt wird. Bei durchschnittlich zehn Grad im Gärbecken produziert die Hefe im Sud unter anderem Alkohol. Das entstandene Jungbier wird in Lagertanks gepumpt, wo es mit Gärungskohlensäure gesättigt wird und sieben Wochen ausreift. In jedem Produktionsschritt könne eine Kontrollprobe für eine Laboranalyse entnommen werden, so Heimann. „Am Geruch und am Geschmack kann man schon beim Jungbier erkennen, ob der Brauvorgang richtig verlaufen ist“, sagt der Diplom-Braumeister und Betriebsleiter.

3. Abfüllung:

Etikettiert wandern die Flaschen zum Transport.

In einer vierstufigen Filterung wird das naturtrübe Bier erst geklärt und dann in Drucktanks gepumpt. Das fertige Bier kann nun in Flaschen oder Fässer gefüllt werden. Die Flaschen werden in einer Spülmaschine mit 80 Grad heißer Laugenlösung gereinigt und auf Rollbändern in die Abfüllanlage transportiert. Unterwegs durchlaufen die Flaschen eine maschinelle Mündungs- und Bodenkontrolle. Mitarbeiter sortieren zusätzlich die Flaschen mit Schäden und Verunreinigungen aus. Circa 18.000 Flaschen pro Stunde werden beim Bergbräu in Uslar mit Bier befüllt und etikettiert.

4.Logistik:

Die Bierflaschen werden maschinell in Kisten gehoben und in die Lagerhalle transportiert. Rund 20.000 Kisten können dort zeitgleich stehen. Drei firmeneigene Fahrzeuge beladen das fertige Bier und liefern es in einem Umkreis von circa 40 Kilometern direkt an die regionalen Handelskunden. Für den Verkauf holen Fahrzeuge von Großhändlern täglich das fertige Bier ab.

Von Margarete Leissa

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