Lauter Lob für Wienser Laienspieler und den Krawall im Zickenstall

Bei der Theateraufführung „Krawall im Zickenstall“ im Dorfgemeinschaftshaus Wiensen gingen echte und falsche Adelige aufeinander los (von links): Florian Reschke (Knecht Seppel), Brigitte Deutschler (Frieda von Adelwitz), Karin Fischer (Bäuerin Gundel), Magd Franzi (Julia Pape-Lange) und Betrügerin Juliane Graf (Sarah Jörn). Foto: Röber

Wiensen. Mit der Theateraufführung „Krawall im Zickenstall“, ein Lustspiel in drei Akten von Wilfried Reinehr, landete der Förderverein für das Dorfgemeinschaftshaus Wiensen einen vollen Erfolg.

Das Dorfgemeinschaftshaus war voll belegt, die Theatergruppe sehr gut aufgelegt und das Publikum lachte und applaudierte ausgiebig. Als Bäuerin Gundel begeisterte Karin Fischer das Publikum mit ihrem vielseitigen und ausdrucksstarken Spiel: mal als Möchtegern-Feine-Dame, mal als resolute Bauersfrau oder kleinlaut und am Boden zerstört, als sich herausstellt, dass die vermeintlichen „Grafen“ Juliane und Jakob Graf (Sarah Jörn und erstmals Kevin Deutschler) in Wirklichkeit Ganoven waren, die sie um ihre Ersparnisse gebracht hatten.

Auch Dirk Rettberg in der Doppelrolle als echter Adliger Severin von Adelwitz mit Frau Frieda (Brigitte Deutschler) und als Wahrsagerin spielte stark auf.

Mit der „Gräfin“ im Stroh

Das Gegengewicht zu den echten, falschen und eingebildeten feinen Leuten bildeten der bodenständige und trinkfreudige Bauer Albert – souverän dargestellt von Andreas Mascher. Dazu gehörten ferner Severin von Adelwitz, mit dem sich der Bauer schnell anfreundete, und der durch Schmeicheleien verführbare Knecht Seppel (Florian Reschke), der mit der falschen Gräfin Juliane im Stroh landete. Das wiederum gefiel der Magd Franzi (Julia Pape-Lange), die ihn heimlich liebte, ganz und gar nicht.

Als sich die echte und die falsche Gräfin dermaßen zickig anstellten und mit dem Besen aufeinander losgingen, konnten Bäuerin und Magd sie kaum trennen. Da bedurfte es eines Machtwortes von Knecht Seppel – einer von vielen umjubelten Höhepunkten des Stückes.

Viele Schnäpse

Dann versuchte Severin von Adelwitz, als wahrsagende Zigeunerin verkleidet, die Bäuerin wieder auf den rechten Weg zu bringen, was später auch mit Hilfe einiger Verzweiflungs-Schnäpse gelang. Zum Glück verkündete dann noch die Freundin der Magd, Polizistin Emma Peel (Claudia Deutschler), dass die falschen Grafen gefasst wurden und das Geld sichergestellt ist.

Lauter Lob für Wienser Laienspieler

Die Vorsitzenden des Fördervereins DGH Wiensen, Gabi Scharberth und Jürgen Wodarz, bedankten sich bei den Akteuren, den Souffleusen Sabine Kiefer, Angela Greulich und Sebastian Papa-Lange sowie besonders bei Regisseur Ralf Deutschler, ferner bei Frank Deutschler und Wolfgang Scharberth (Bühnenbau) sowie bei Katrin Ilgner, die sich um die Maske kümmerte, und allen weiteren Helfern.

Das Stück führt die Theatergruppe am Sonntag, 4. Januar, ab 14.30 Uhr (Einlass ab 13 Uhr) noch einmal im Dorfgemeinschaftshaus auf. (rö)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.