Präventionsprogramm

Polizei an der Grundschule Uslar: Fit und fair im Internet

Fit und Fair im Netz: Jasmin Roquemore mit der Handpuppe Lenchen und Gudrun Nixdorf (verdeckt) als „Zockerfuchs“, spielten vor Grundschülern in Uslar.
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Fit und Fair im Netz: Jasmin Roquemore mit der Handpuppe Lenchen und Gudrun Nixdorf (verdeckt) als „Zockerfuchs“, spielten vor Grundschülern in Uslar.

Die Polizei war mit ihrem Präventionsprogramm gegen Cyber-Mobbing an der Grundschule Uslar.

Uslar – Lena wird in der Schule als Brillenschlange beschimpft. Ihr neuer Internet-Freund „Zockerfuchs“ scheint nett zu sein. Aber ist er das auch wirklich? Mit dem Präventions-Programm „Fit und fair im Netz! Auf dich kommt es an!“ will die Polizei vor Cyber-Mobbing warnen. Die Viertklässler der Grundschulen Uslar und Schoningen lauschten aufmerksam.

Ein bisschen anders ist es schon. Wo sonst alle vierten Klassen gemeinsam sitzen, sitzt jetzt immer nur eine Klasse auf den Bänken in der Turnhalle. Ein auf den Boden geklebtes Trassierband warnt, hier geht es nicht weiter. Denn Abstand ist in Pandemie-Zeiten der größte Schutz, auch bei der Aufführung von Polizeioberkommissarin Gudrun Nixdorf und ihrer Kollegin, Diplom-Sozialpädagogin Jasmin Roquemore. Die beiden Mitarbeiterinnen der Polizeidirektion Göttingen sind seit Jahren mit ihrem Thema Mediensicherheit an den Grundschulen in Südniedersachsen unterwegs, in Uslar waren sie zuletzt 2019.

Immer haben sie ihre Bühne, die blonde Handpuppe Lena und den „Zockerfuchs“ dabei. Lena ist so alt wie die Kinder vor ihr und sucht im Internet nach dem Begriff „Brillenschlange“. Weil sie eine Brille trägt, wird sie von den Kindern als solche bezeichnet. Das möchte sie nicht. Im Schulchat trifft Lenchen jemanden, der sich „Zockerfuchs“ nennt und der blonden Puppe sehr nett vorkommt. Aber kann Lenchen ihm wirklich trauen?

In den insgesamt vier Szenen, die von den Polizistinnen mit den Puppen gespielt werden, geht es um sichere Passwörter und Passwortschutz, geeignete Suchmaschinen, Datensicherheit und das Verhalten in Chats, vor allem aber um den Schwerpunkt Cyber-Mobbing. Zwischen jeder Szene wird genau besprochen, was da gerade los war. So sollen sich die Kinder intensiver mit dem Thema auseinandersetzen.

Ziel des Programms ist es, dass sie verantwortungsvoll und kritisch mit digitalen Medien umgehen lernen. Der Zeitpunkt ist genau richtig, zeigen die Antworten auf die Abfrage nach dem Besitz von Handys und Computern. Viele Kinder besitzen bereits Smartphones, noch mehr haben ein Tablet oder Laptop zuhause oder bekommen es zu Weihnachten.

Die Geschichte von Lenchen ist ein guter Einstieg, um auf die Gefahren des Internets aufmerksam zu machen und Kinder vor Cyber-Mobbing zu schützen. Wichtig sei jedoch, darauf weisen die beiden Polizistinnen hin, sich wiederholt damit zu beschäftigen. Unter internet-abc.de oder unter polizei-beratung.de/medienangebot stellt die Polizei Materialien bereit, mit denen Eltern und Kinder besser für ihre Sicherheit im Internet gerüstet sind. (zyp)

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