Pegelstände verändert

Dürre des vergangenen Sommers vorüber: Wieder mehr Wasser in der Weser

Bodenfelde – Die Pegelstände der Weser haben sich in den vergangenen Tagen merklich verändert. Es ist nichts mehr zu spüren von der Dürre des vergangenen Sommers und dem damit verbundenen niedrigen Wasserstand.

Bei Hann. Münden wurde am Dienstag um 11 Uhr ein Pegelstand von 220 Zentimetern gemessen (24 Prozent über dem Mittelwert), in Wahmbeck waren es 243 Zentimeter und in Bad Karlshafen 222 Zentimeter. Am Freitag waren es in Münden noch 136 Zentimeter, in Wahmbeck 162 und in Karlshafen 125 Zentimeter.

Laut den Aufzeichnungen ab 1831 wurde in Hann. Münden am 27. Januar 1846 mit 1770 Kubikmeter pro Sekunde der höchste Wasserstrand gemessen. In Wahmbeck war das am 10. Februar 1946 mit 1380 Kubikmeter pro Sekunde und in Karlshafen am gleichen Tag mit 1680 Kubikmetern pro Sekunde.

Den niedrigsten Wasserstand gab es in Karlshafen am 9. November 1949 mit 21 Kubikmetern pro Sekunde, in Wahmbeck am 20. Oktober 1949 mit 19,1 Kubikmeter pro Sekunde und in Münden am 9. Juli 1893 mit 9,50 Kubikmetern pro Sekunde.

Im August vergangenen Jahres begrenzte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Hann. Münden den Zulauf aus der Edertalsperre in die Weser auf sechs Kubikmeter pro Sekunde. In der Folge sank der Wasserstand auf der Oberweser so tief, dass kein gewerblicher Schiffsverkehr mehr möglich war. Die Trockenphase gilt als die längste seit über 20 Jahren.

Niedriger Wasserstand: Edersee-Atlantis taucht auf

Durch die Regenphase der vergangenen Wochen stieg auch der Pegelstand des von der Dürre betroffenen Edersees weiter an. Am Dienstag hieß es, dass der Stausee mit 99,60 Millionen Kubikmetern Wasser jetzt zu 50 Prozent gefüllt ist. Der Wasserstand wird mit 233,97 Metern angegeben, der Mittelwert (1914 bis 2016) beträgt 235,33 Meter.  

In vergangener Zeit hat es immer wieder Streit wegen des niedrigen Wasserstandes an der Weser und Edersee gegeben.

Rubriklistenbild: © Foto: J ürgen Dumnitz

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