Über 400 Teilnehmer

Maifeier in Uslar mit Rekordbesuch

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Matthias Rieger, Vorsitzender des DGB-Ortsverbands Uslar-Bodenfelde, war einer von vier Rednern.

Uslar. Bei der Maikundgebung in Uslar kamen die Verantwortlichen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Bei strahlendem Sonnenschein folgten über 400 Besucher dem Aufruf, zu der aus Arbeitsnehmersicht so wichtigen Veranstaltung zu kommen.

Karsten Rojahn vom Arbeitskreis, der extra für die Uslarer Maikundgebung gegründet wurde, ließ durchzählen und meldete zum Maibaumaufstellen zu Beginn 298 Besucher und zur Kundgebung sage und schreibe 504.

Es herrschte endlich wieder eine ansprechende Kulisse am Maifeiertag im Herzen Uslars. Dafür hatten sich die Organisatoren redlich bemüht und mit vielen Beteiligten für eine Kundgebung mit Familienfest gesorgt. Es gab Infostände der Gewerkschaften und der Verkehrswacht, Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Bier sowie eine Hüpfburg für Kinder. Ortsrat und Feuerwehr aus der Kernstadt stellten zum Auftakt den Maibaum vorm Rathaus auf. Und die Countryband Bears & Buffalos (Einbeck/Uslar) stimmte schon mal ein, bevor Reden in den Mittelpunkt rückten, bei denen es vor allem viele Dankesworte an alle Beteiligten gab, allen voran für Karsten Rojahn und seinen Einsatz an der Spitze des Maikundgebungs-Arbeitskreises. Rojahn war zum Schluss sichtlich erleichtert, beschäftigte sich aber auch schon mit Manöverkritik.

Arno Riedke, Uslars Ortsbürgermeister, freute sich bei der Begrüßung über die große Resonanz und das Engagement für die Maikundgebung. Matthias Rieger, Chef des DGB-Ortsverbands Uslar-Bodenfelde, nutzte die Gelegenheit zum Dank, aber auch dazu, Kritik zu üben, dass nicht alle Betriebe in Uslar nach Tarif bezahlen und Betriebsräte behindert würden. Riedke und Rieger sowie der Hauptredner Mirko Richter (IG Metall), rückten den europäischen Gedanken in den Vordergrund. Richter: „Europa ist zu wichtig, wir dürfen es nicht dem Gebrüll der Anti-Europäer überlassen!“

Zum Jubiläum 100 Jahre Maikundgebung erinnerten Matthias Rieger für die Firma Spänex und Betriebsratsvorsitzender Norbert Wehrhahn für die Demag an Geschichte beider Firmen und deren Höhepunkte: die Werksbesetzung bei Spänex und der große Kampf der Demag gegen die Streichung von 100 Stellen.

Einig waren sich am Maifeiertag alle Beteiligten: Die Maikundgebung in der neueren Form soll beibehalten werden. fsd

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